Olympia TV-Kolumne
Gestrickte Pullover, Volleyball und manchmal sogar ein Jass: Meine Zeit mit Ski-Star Vreni Schneider

Unser Kolumnist schwelgt in Erinnerungen an Vreni Schneider. Sie ist noch immer die Athletin, die an Olympischen Winterspielen am meisten Medaillen gewann. Lesen Sie, welche Erlebnisse besonders prägend waren.

Ruedi Kuhn
Ruedi Kuhn
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Vreni Schneider posiert in ihrer Heimat Elm. Ihre Leidenschaft für den Skisport ist ungebrochen.
10 Bilder
Die ehemalige Schweizer Skirennfahrerin betreibt in ihrem Heimatort Elm erfolgreich eine Skischule und mehrere Läden sowie einen Schneesportmaterialverleih.
Vreni Schneider
Lange her: Vreni Schneider in Aktion.
Vreni Schneider hat in ihrer Karriere zahlreiche Medaillen gewonnen.
Vreni Schneider in Aktion 1987
Vreni Schneider in Calgary
Vreni Schneider in Aktion 1989
1991 an der WM in Saalbach: Schneider holt im Slalom Gold vor Natascha Bokal, links, und Ingrid Salvenmoser.
Vreni Schneider im Jahr 1991

Vreni Schneider posiert in ihrer Heimat Elm. Ihre Leidenschaft für den Skisport ist ungebrochen.

Sandra Ardizzone

Vreni Schneider war am Montagabend Gast im „Champieon“, dem von Mona Vetsch moderierten Late-Night-Talk im Schweizer Fernsehen zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Die heute 53-jährige Glarnerin war zwischen 1983 und 1995 unser grosser Skistar.

Dass ich mich über den Aufritt von Vreni Schneider besonders freute, hat einen Grund: Als Skireporter konnte ich die Glarnerin während ihrer erfolgreichen Karriere im Weltcup begleiten. Weil Journalisten in den guten, alten Zeiten noch mitten drin und nicht nur mit dabei waren, durfte ich unsere Gold-Vreni quasi hautnah verfolgen. Wir sprachen abseits der Rennen und Trainings über Gott und die Welt, spielten zusammen Volleyball und klopften hin und wieder einen Jass. In der Freizeit war Vreni aber auch gerne mal alleine. Dann zog sie sich in ihr Zimmer zurück und strickte für ihren Vater in aller Ruhe einen Pullover oder einen Schal.

Lesen Sie ausserdem unser Interview mit Vreni Schneider:

Vreni Schneider, hier im Jahr 1989

Vreni Schneider, hier im Jahr 1989

Keystone

Nach dem Gewinn von drei olympischen Goldmedaillen, drei WM-Titeln, drei Gesamtweltcups, elf Kristallkugeln in den Einzelwertungen im Slalom und Riesenslalom und 55 Weltcuprennen trat Vreni Schneider am 26. März 1995 zurück. Wenige Tage später besuchte ich sie an ihrem Wohnort in Elm und machte eine letzte Reportage. Beim Abschied schenkte mir Vreni Schneider einen Schal. Einen selbst gestrickten Schal!​

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