Fall Xamax
Xamax: Ex-Präsident Bernasconi ist sich keiner Schuld bewusst

Sylvio Bernasconi hat gegenüber der Internetseite des Westschweizer Fernsehens TSR sein Schweigen gebrochen. Der ehemalige Präsident von Neuchâtel Xamax und Vorgänger von Bulat Tschagajew ist sich keiner Schuld bewusst.

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Der ehemalige Xamax-Präsident Sylvio Bernasconi

Der ehemalige Xamax-Präsident Sylvio Bernasconi

Keystone

Bernasconi wies sämtliche Anschuldigungen von Tschagajew zurück, wonach er für die finanziell prekäre Situation zumindest mitverantwortlich zu machen sei. Laut Tschagajew sei ihm der Verein mit einer Schuldlast von «mindestens 3 der 3,6 Millionen Franken», die sein Vorgänger angehäuft habe, übergeben worden. Bernasconis Replik: «Es gab keine Millionenschuld und auch keinen drohenden Bankrott, im Gegenteil. Xamax war in den letzten 20 Jahren finanziell nie so gesund wie bei der Amtsübergabe im Mai 2011.» Während seiner sechs Jahre als Präsident habe der Klub stets schwarze Zahlen geschrieben, betonte der Bauunternehmer.

Bernasconi zeigte sich bereit, mit Tschagajew und dessen Anwälten zusammenzusitzen. «Man hat die Weisheit nicht mit dem Löffel gegessen. Sollte ich einen Fehler begangen haben, werde ich diese Schuld natürlich begleichen», sagte er. Und betonte gleichzeitig, «ein reines Gewissen zu haben». Er habe Tschagajew im Frühling drei Mal getroffen und ihm vertraut. Sollte Xamax Konkurs anmelden müssen, würde er dies bedauern.(SDA)