An seinem 29. Geburtstag wird Fabian Frei als Allererster auf die Waage gebeten. «Oh der neue Leader muss voran», raunt es aus der FCB-Trainingsgruppe, gefolgt von Gelächter. Auch beim anschliessenden Lactattest läuft Frei stets voraus. Es wirkt fast so, als wäre er nie weg gewesen.

Dabei hat sich seit seinem Abschied nach Mainz vor zweieinhalb Jahren einiges geändert. Die FCB-Umkleiden sehen anders aus, Frei wurde Vater einer Tochter und sein damaliger Captain und Jasskollege Marco Streller ist jetzt Sportchef. «Ich werde Marco jetzt deswegen nicht anfangen zu siezen», sagt Frei. Er wusste schon immer, dass er eines Tages zum FC Basel zurückkehren will, um wieder für den Verein zu spielen, für den sein Herz schlägt».

Fabian Frei ist zum FCB zurückgekehrt

 

Frei gibt zu, dass er in jeder Transferperiode Wechselgedanken hegte. Zwar fühlt er sich in Mainz nach eigener Aussage immer wohl, doch Frei merkt, dass er nur in der Schweiz richtig daheim ist. «In der Bundesliga ist alles ein wenig grösser, aber dafür nicht so freundlich», resümiert Frei.

Als Streller seinen alten Kumpel im vergangenen Herbst wieder kontaktiert, findet er, dass die Zeit für die Rückkehr gekommen ist. Frei betont, dass sein Wechsel in keinerlei Hinsicht eine Flucht aus Mainz ist. Stattdessen will er dem FC Basel im besten Fussballeralter helfen. «Die Mannschaft ist sehr gut, aber sie kann einen wie mich brauchen», so der Rückkehrer.

«Fabian Frei macht jeden Spieler besser. Er ist im Leben angekommen und schaut über den Tellerrand hinaus. Eine solche Persönlichkeit tut jeder Mannschaft gut», sagt Streller über seinen Wintertransfer.

Doch sowohl Sportchef als auch dem Spieler ist klar, dass der Druck jetzt deutlich grösser ist als vor Freis Wechsel in die Bundesliga. «Ich bin parat und will die Lobeshymnen von Marco Streller mit guten Leistungen rechtfertigen», sagt Frei. Auf welcher Position er sein Können unter Beweis stellen darf, ist unklar. Frei will Verantwortung übernehmen, «auf welcher Position auch immer».