«Winti-Fraue figgä und verhaue»

Frauenhass-Transparent von Schaffhauser Fan: Liga spricht Stadionverbote gegen drei Urheber aus

© Toja Rauch/Facebook

Die Swiss Football League hat gegen den FC Schaffhausen ein Verfahren eröffnet, nachdem Anhänger des Klubs in Winterthur ein Banner mit sexistischem Inhalt präsentiert hatten. Drei der Urheber konnten identifiziert werden und wurden umgehend mit einem schweizweiten Stadionverbot belegt.

Die Swiss Football League (SFL) greift durch: Nach dem Vorfall der Schaffhausen-Supporter im Gastsektor des FC Winterthur verurteilt die Liga das Geschehene noch einmal in aller Schärfe. In einer Mitteilung heisst es:

Bereits am Montag hatte die SFL den Fall den Disziplinarbehörden zur Kenntnis gebracht, welche ein Verfahren gegen den FC Schaffhausen eröffnete.

Parallel dazu lief in enger Zusammenarbeit mit dem FC Winterthur, der Stadtpolizei Winterthur, der Kantonspolizei Zürich und der Schaffhauser Polizei die Fahndung nach den Urhebern des Transparents mit herabwürdigenden und zu Gewalt aufrufenden Botschaften. «Diese Bemühungen waren bereits von Erfolg gekrönt: Drei Personen konnten identifiziert und mit einem zweijährigen, schweizweiten Stadionverbot belegt werden», heisst es weiter. Nach weiteren Beteiligten werde noch gefahndet.

Rasche und konsequente Bestrafung

Claudius Schäfer, CEO der SFL, zeigt sich zufrieden: «Die ausgezeichnete Kooperation der verschiedenen Stellen hat dazu geführt, dass die Verantwortlichen dieser inakzeptablen und scharf zu verurteilenden Aktion rasch und konsequent bestraft werden konnten.» Es sei ein starkes Zeichen.

«Wer provoziert, muss Konsequenzen tragen»

Auch für Andreas Mösli, Geschäftsführer des FC Winterthur, ist klar: «Wer dermassen provoziert, muss die Konsequenzen tragen – und wird hoffentlich daraus lernen.» Die Ahndung soll auch ein Zeichen sein, so Mösli. «Der FCW steht für die Grundwerte Respekt, Toleranz und Weltoffenheit.»

Parallel zu den Massnahmen der SFL und des FC Winterthur hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen öffentlichem Aufruf zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit eingeleitet. (pd/lex) 

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