Deutschland
FC Luzern-Trainer René Weiler überzeugte in TV-Sendung «Doppelpass»

Die Länderspielpause hat René Weiler genutzt, um in Deutschland bei der Sendung «Doppelpass» von Sport1 seine Expertenmeinung zu vertreten. Dabei machte der Trainer des FC Luzern einen sehr guten Eindruck – und er erntete viel Applaus.

Daniel Wyrsch
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FCL-Trainer René Weiler am Sonntag als Gast in der Sendung Doppelpass von Sport1.

FCL-Trainer René Weiler am Sonntag als Gast in der Sendung Doppelpass von Sport1.

Keystone

Im Fokus beim «Doppelpass» stand am Sonntagmittag die 0:3-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande. Bundestrainer Joachim «Jogi» Löw (58) steht bekanntlich immer mehr unter Druck.

FC Luzern-Coach René Weiler (45) verteidigte seinen einstigen Mitspieler beim FC Winterthur. Er vertrat dennoch die Meinung, dass er an der Stelle von Löw im nächsten Nation-League-Spiel am Dienstag auswärts gegen den Weltmeister Frankreich vermehrt auf junge Profis setzen würde.

«Weiler warnt Bayern», titelt ein Nachrichtenportal

Interessante Einblicke konnte Weiler im Fall von Bayern München gewähren. «Weiler warnt Bayern», titelt ein Nachrichtenportal. Er erzählte, dass er vor einem Jahr als Trainer von Anderlecht vor der Champions-League-Partie in München gegen Bayern mit dem damaligen FCB-Coach Carlo Ancelotti sprechen konnte.

FC Schaffhausen – 2009 - 2011 Seine erste Station als Cheftrainer. Der in Winterthur geborene Weiler steht für 55 Spiele an der Seitenlinie des FC Schaffhausen.
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FC Aarau – 2011 - 2014 Réne Weiler wechselt zur Saison 2010/11 zum FC Aarau. Hier im Bild mit FCA-Präsident Alfred Schmid.
FC Aarau – 2011 - 2014 Mit dem FC Aarau steigt Weiler 2013 nach dem Titelgewinn in der Challenge League in die Super League auf.
FC Aarau – 2011 - 2014 In der nächsten Saison kann er mit dem FC Aarau sensationell die Klasse halten. Nach drei erfolgreichen Jahren und 119 Spielen trennen sich die Wege von Weiler und dem FCA.
FC Nürnberg – 2014 - 2016 Im November 2014 geht Weiler nach Deutschland in die 2. Bundesliga zum Traditionsverein FC Nürnberg. Dort bleibt der Winterthurer für 60 Spiele an der Seitenlinie.
RSC Anderlecht – 2016 - 2017 Im Juli 2016 unterschreibt Weiler beim belgischen Meister RSC Anderlecht einen Vertrag. Mit den Belgiern spielt Réne Weiler in der Europa League. Im September 2017 trennten sich die Wege von Weiler und dem Klub.
FC Luzern – seit 2018 Seit dem Beginn der Super League-Saison 2018/19 sitzt René Weiler auf der Bank des FC Luzern.

FC Schaffhausen – 2009 - 2011 Seine erste Station als Cheftrainer. Der in Winterthur geborene Weiler steht für 55 Spiele an der Seitenlinie des FC Schaffhausen.

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Dieser verriet ihm von den Schwierigkeiten beim Umbruch zwischen den alten und jungen Spielern. Wenig später wurde Ancelotti entlassen. Weiler sagte, dass der aktuelle Bayern-Trainer Niko Kovac in der gleichen diffizilen Situation stecke.

Für eine ehrliche Kommunikation im Profifussball

René Weiler machte sich unter anderem stark für seinen Amtskollegen Kovac: «Hat ein Verein den bestmöglichen Trainer verpflichtet, muss die Klubführung mit ihm durch dick und dünn gehen.» Auch in Sachen wahrheitsgetreuer Kommunikation gibt es für den FCL-Coach keine zwei Meinungen. Seiner Ansicht nach könne man im Profifussball «ehrlich kommunizieren».

Weiler machte zudem deutlich, was ihn als Trainer mehr ärgere als ein technischer Ballverlust: Wenn ein Spieler wie der deutsche Nationalverteidiger Mats Hummels beim gegnerischen Konter nur auslaufe statt im Sprint so schnell wie möglich nach hinten zu kommen. Ob diese professionelle Einstellung Weilers Luzerner Schützlinge an den Tag legen, kann das nächste Mal am kommenden Samstag (19 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Thun beobachtet werden.

Weiler will den FCL mittelfristig stark machen

Der frühere Nürnberg- und Anderlecht-Trainer Weiler überzeugte auf jeden Fall bei seinem Auftritt in der Sendung «Doppelpass». So erntete er klar am meisten Applaus vom Publikum. Aus Sicht der Blau-Weissen ist zu hoffen, dass Weiler wie angekündigt auch den FCL mittelfristig an die Spitze führt. Derzeit steht Luzern mit 12 Punkten aus 10 Runden auf Platz 6 der Super League.