Euro 2016
Die Albaner können Europameister werden - als leidenschaftlichste Fans

Gäbe es eine Europameisterschaft der Fans, dann hätten die Albaner echte Chancen auf den Titel: Kaum eine andere Anhängerschaft feiert so leidenschaftlich, laut, ausgelassen und friedlich.

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So schön jubeln die albanischen Fans
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Armando Sadiku schoss das 1:0 gegen Rumänien. Es ist gleichzeitig das erste Tor eines albanischen Spielers an der EM.
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Der Sieg steht fest, die Spieler auf der Ersatzbank stürmen aufs Feld.
Dieses Bild von Rike Roci und Irid Oxa ging um die Welt.
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So schön jubeln die albanischen Fans in Frankreich.
So schön jubeln die albanischen Fans in Frankreich.
Andi Lila und Elseid Hysaj sind überglücklich.
So schön jubeln die albanischen Fans in Frankreich.
Amir Abrashi jubelt nach dem 1:0-Sieg.
So schön jubeln die albanischen Fans in Frankreich.
Der albanisch-kosovarische Verein Enis freut sich auf die Fussball-EM. Am liebsten wäre den Mitgliedern ein Unentschieden zwischen der Schweiz und Albanien.
Verkaufsgeschäft in rot-weiss-schwarz.
Public Viewing beim Spiel Schweiz-Albanien in Zürich.
Der albanisch-kosovarische Verein Enis freut sich auf die Fussball-EM. Am liebsten wäre den Mitgliedern ein Unentschieden zwischen der Schweiz und Albanien.
Arsim Hyseni, Präsident FC Kosova und Geschaftsleiter enb (Versicherungsmakler) in seinem Büro, das gleichzeitig Vereinssitz ist. Die Fahne im Hintergrund zeigt die Wappen von Albanien, Schweiz und Kosovo.
Schweiz und Albanien T-Shirts im Shoppi Tivoli (Sport XX).
Schweizer Flagge neben jener Albaniens in Unterengstringen ZH.
Doch auch die albanischstämmigen Schweizer Fans fallen auf. Erjona Sulejmani, Ehefrau des Schweizer Nati-Spielers Blerim Dzemaili mit Sohn Luan.
Public Viewing beim Spiel Schweiz-Albanien in Zürich.
Public Viewing beim Spiel Schweiz-Albanien in Zürich.
Public Viewing beim Spiel Schweiz-Albanien in Zürich.

So schön jubeln die albanischen Fans

Keystone

Obwohl Albanien nur noch wenig Chancen auf eine Qualifikation für die Achtelfinals hat, geht die Party unmittelbar nach dem Schlusspfiff los. Egal, ob auf dem Rasen in Lyon, in der Hauptstadt Tirana, in Kosovo oder in den Gassen der grossen Schweizer Städte – überall wird ausgelassen gefeiert, gesungen und vor allem gehupt.

Kaum eine andere Anhängerschaft feiert ihr Team so ausgelassen und so lautstark. Wo Albaner im Stadion sitzen, war die Stimmung riesig. Sie hätten bei einer Europameisterschaft der Fans gute Chancen auf den Turniersieg. Fussballerisch wirds in Frankreich nicht reichen. Macht nichts.

«Unfassbar, was das für unser Volk bedeutet»

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Es war keine grosse Fussballkost, die Albanien und Rumänien im Direktduell der beiden noch Sieglosen der Gruppe A in Lyon boten. In der 43. Minute erzielte der Super-League-Stürmer Armando Sadiku mit dem Kopf das Siegtor.

Ob es auch der Treffer ist, der Albanien sogar noch die Tür zum Achtelfinal aufstösst, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen. Sie beenden die Gruppe A mit drei Punkten als Dritter und müssen darauf hoffen, dass zwei andere Gruppendritte schlechter abschneiden, als sie selbst, um im Turnier zu bleiben.

Die Spieler und die Fans feiern jetzt aber erstmals. Das haben sie sich verdient. Und ob sie weiterkommen oder nicht, liegt nicht mehr in ihrer Hand. (watson.ch:pre/kri - az:jk)

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