Der Cup hat bewiesen: Die Zeit ist reif für die Zwölferliga

Die Spieler von Winterthur feiern mit ihren Fans das Weiterkommen im Cup gegen St. Gallen

Die Spieler von Winterthur feiern mit ihren Fans das Weiterkommen im Cup gegen St. Gallen

Gleich drei Challenge-League-Klubs haben sich im Cup gegen solche aus der Super League durchgesetzt. Ein weiteres Zeichen für die Notwendigkeit, die höchste Spielklasse aufzustocken, schreibt AZ-Fussballreporter Sebastian Wendel in seinem Kommentar.

Wenn es noch einen Beweis gebraucht hat dafür, dass die Zeit für eine Vergrösserung der Super League von zehn auf zwölf Teams reif ist, hat ihn am Wochenende die zweite Cuprunde geliefert: Mit GC (1:0 gegen Servette), Winterthur (2:0 gegen St. Gallen) und Lausanne (3:0 gegen Lugano) haben sich drei Klubs aus der Challenge League gegen solche aus der höchsten Liga durchgesetzt. Nicht mit Glück oder Schiedsrichter-Hilfe, sondern weil sie besser waren. Auch die Partien Aarau - Sion (1:2) und Wil - FC Zürich (1:2) waren weit entfernt von «David gegen Goliath», sondern Abnützungskämpfe auf Augenhöhe mit dem glücklicheren Ende für die Super League.

Der Cup war ein deutliches Indiz für die Annäherung der beiden Profiligen in den vergangenen Jahren und gleichzeitig beste Werbung für die Challenge League. Ein Blick auf die Ligatabellen zeigt: Servette mischt als Aufsteiger in der Super League vorne mit, GC ist als Absteiger in der Challenge League ein Team von vielen.

Aarau, Lausanne, GC und Winterthur wären bei einer Super-League-Vergrösserung (ab 2021) die ersten Aufstiegs-Anwärter. Dass die Traditionsklubs nicht nur wegen ihres Namens, sondern auch sportlich reif sind für das Oberhaus, haben sie im Cup einmal mehr bewiesen. Also liebe Klub-Präsidenten: Stimmen Sie am 22. November der Attraktivität und Spannung des Fussballs zuliebe für die Zwölferliga.

Meistgesehen

Artboard 1