Champions League

15 Länder, 11 Schweizer, 4 Neulinge

58 Tage nach dem Erfolg von Bayern München startet die Champions League in die neue Saison. 32 Teams aus 15 Ländern und 11 Schweizer Spieler in 5 Teams sind dabei. Corona dürfte die Agenda bestimmen.

Die Favoriten sind die ewig gleichen, und Corona dürfte die Agenda bestimmen. Ein Überblick.

Kalender

Weil die letzte Champions-League-Saison wegen Corona erst am 23. August zu Ende ging, startet der neue Wettbewerb einen Monat später als gewohnt. Trotzdem paukt die UEFA die Gruppenphase bis Mitte Dezember durch. Die Spieltage 1 bis 3 sowie 4 bis 6 werden jeweils im Wochenrhythmus gespielt. Dazwischen gibt es lediglich wegen der Länderspiele von Mitte November eine zweiwöchige Pause.

Corona

Die Corona-Pandemie macht die Champions League auch 2020/21 zu einem Hochseilakt. Gibt es positive Fälle, könnten die lokalen oder nationalen Behörden einem Team die Spielerlaubnis verweigern. Ob es dann zu einem Forfait kommt, oder ob das Spiel verschoben würde, ist unklar. Gemäss UEFA-Protokoll muss ein Team antreten, wenn ihm 13 gesunde Feldspieler und ein gesunder Torhüter zur Verfügung stehen. Muss ein Spiel verschoben werden, kann es bis zum 28. Januar 2021 nachgeholt werden. Erst dann ist die UEFA-Deadline für das Teilnehmerfeld der Achtelfinals.

Zuschauer

Anders als beim Finalturnier im August in Lissabon sitzen nun wieder Zuschauer in den Stadien - zumindest teilweise. Die UEFA erlaubt eine Auslastung der Stadionkapazität von 30 Prozent. Das letzte Wort haben allerdings die lokalen oder nationalen Behörden. In Spanien und England wird ohne Publikum gespielt, in Italien gilt eine Obergrenze von 1000 Zuschauern. In Deutschland sind grundsätzlich 20 Prozent Auslastung erlaubt. Allerdings sind die betroffenen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen restriktiv. Bayern München empfängt Atlético Madrid am Mittwoch zu einem Geisterspiel, tags zuvor sind bei Leipzig gegen Basaksehir 999 Fans erlaubt. Beim Spiel Dynamo Kiew - Juventus Turin werden dagegen 21'000 Zuschauer erwartet. Dies dürfte die Rekordkulisse des ersten Spieltages sein.

Favoriten

Erster Anwärter auf den finalen Triumph ist der in der Breite leicht verbesserte Titelverteidiger Bayern München. Als erste Herausforderer werden Klubs genannt, die seit Jahren zum engsten Favoritenkreis gehören: Liverpool, Real Madrid, Manchester City und Paris Saint-Germain. Nicht ganz in der ersten Reihe stehen diesmal der FC Barcelona und Juventus Turin, die Klubs mit den beiden alternden Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

Giganten I

Apropos Ronaldo und Messi: Die Weltfussballer der Jahre 2008 bis 2017 sowie 2019 treffen in dieser Saison (zumindest ein erstes Mal) schon in der Vorrunde aufeinander. Juventus Turin und der FC Barcelona wurden in die gleiche Gruppe (G) gelost. Ob es dann allerdings auch tatsächlich zum Duell der beiden Superstars kommt, ist fraglich. Ronaldo wurde positiv auf das Coronavirus getestet, sein Mitwirken gegen Barcelona am 28. Oktober ist fraglich. Und ob die beiden Stürmer im letzten Gruppenspiel am 8. Dezember noch Lust auf einen Einsatz haben? Bis dann dürften sich ihre Klubs gegen die Aussenseiter Dynamo Kiew und Ferencvaros Budapest wohl schon für die Achtelfinals qualifiziert haben.

Giganten II

Nicht nur in der Gruppe G gibt es zwei klare Favoriten. Auch Bayern München und Atlético Madrid (Gruppe A), Real Madrid und Inter Mailand (B) oder Chelsea und der FC Sevilla (E) sind in ihren Gruppen auf dem Papier im Vorteil. Spannend kündigt sich derweil die Gruppe H an: Der letztjährige Finalist Paris Saint-Germain und der Halbfinalist Leipzig treffen auf den dreifachen Titelträger Manchester United.

Neulinge

Mit YB-Bezwinger Midtjylland aus Dänemark, Stade Rennes, Krasnodar FK aus Russland und Basaksehir Istanbul ist ein Quartett erstmals in der Champions League dabei. Sie sind Teil eines Wettbewerbs, in dem 15 Länder vertreten sind. Nicht zu ihnen gehört die Schweiz: Die Young Boys scheiterten zum zweiten Mal in Folge in der Qualifikation beziehungsweise in den Playoffs.

Schweizer

Ganz abseits steht der Schweizer Fussball allerdings nicht. Elf Spieler, ein Trainer (Lucien Favre) und ein Schiedsrichter (Sandro Schärer) betreten in dieser Saison die Bühne. Von den elf Spielern sind acht bei den zwei Borussias aus Dortmund (Roman Bürki, Manuel Akanji, Marwin Hitz) und Mönchengladbach (Yann Sommer, Nico Elvedi, Michael Lang, Breel Embolo, Denis Zakaria) engagiert. Die Schweizer Liste komplettieren Xherdan Shaqiri (Liverpool), Remo Freuler (Atalanta Bergamo) und Noah Okafor (Salzburg). Shaqiri, Freuler, Bürki, Akanji und Hitz (sowie Favre) waren schon in der letzten Saison in der Champions League dabei.

Prämien

Die UEFA hat die Prämien für 2020/21 noch nicht offiziell bekannt gegeben. Es ist davon auszugehen, dass sie sich kaum von denjenigen der letzten Saison unterscheiden. Das bedeutet, dass jeder Klub ein Startgeld von rund 15 Millionen Euro bekommt. Für jeden Punkt in der Vorrunde gibt es wohl zusätzlich 0,9 Mio. Euro. Die Prämien für die Qualifikation für die einzelnen K.o.-Runden beginnen demnach bei 9,5 Mio. Euro (Achtelfinals) und enden bei 19 Mio. Euro (Sieg im Final). Ausserdem partizipieren die Klubs am sogenannten Marktpool sowie anteilsmässig - je nach Erfolg in den letzten zehn Jahren - an einem Betrag von über 500 Mio. Euro. Bayern München strich auf diese Weise in der vergangenen Saison insgesamt rund 130 Mio. Euro ein.r Vorrunde gibt es wohl zusätzlich 0,9 Mio. Euro. Die Prämien für die Qualifikation für die einzelnen K.o.-Runden beginnen demnach bei 9,5 Mio. Euro (Achtelfinals) und enden bei 19 Mio. Euro (Sieg im Final). Ausserdem partizipieren die Klubs am sogenannten Marktpool sowie anteilsmässig - je nach Erfolg in den letzten zehn Jahren - an einem Betrag von über 500 Mio. Euro. Bayern München strich auf diese Weise in der vergangenen Saison insgesamt rund 130 Mio. Euro ein.

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