Fussball
Ist Spielerberater Mino Raiola wirklich gestorben? Agentur dementiert Meldung

Zu seinen Klienten gehören Fussballstars wie Zlatan Ibrahimovic, Paul Pogba und Erling Haaland. Der italienische Spielerberater Mino Raiola ist gemäss verschiedenen Meldungen einer Lungenkrankheit erlegen. Nun gibt es aber Dementi.

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Wie steht es um die Gesundheit von Mino Raiola?

Wie steht es um die Gesundheit von Mino Raiola?

Keystone

Der bekannte Spielerberater Mino Raiola sei im Alter von 54 Jahren gestorben. Das berichtet der italienische «beIn Sports»-Korrespondent Trancredi Palmeri am Donnerstagnachmittag auf Twitter und löst damit ein Beben aus. Zahlreiche Medien nehmen Bezug darauf, die Meldung verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

Kurz nach dieser Meldung kursieren aber schon erste Dementi in den Medien. Die niederländische Zeitung NOS schreibt, sie habe mit José Fortes Rodriguez, der rechten Hand der Geschäftsführung von Raiolas Berater-Firma gesprochen. Rodriguez erklärte demnach: «Es sieht schlecht aus, aber er ist nicht gestorben.»

Auch der Chefarzt des Mailänder Krankenhauses, in dem Mino Raiola behandelt wird, bestreitet die Berichte über ein Ableben seines Patienten. «Ich bin empört über Anrufe von Pseudo-Journalisten, die über das Leben eines Mannes spekulieren, der noch kämpft», sagte Alberto Zangrillo nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa.

Dementi von Raiola

Letztlich folgt noch eine Richtigstellung auf dem verifizierten Twitter-Profil von Mino Raiola: «Aktueller Gesundheitszustand für jene, die es interessiert: Ich bin stinksauer, dass die mich zum zweiten Mal in vier Monaten töten».

Wenig später löscht der Sport-Reporter seinen ursprünglichen Tweet wieder. Aus einer Eilmeldung werden plötzlich Fake News. «Es waren keine Spekulationen. Ich würde das bei solchen Angelegenheiten nie tun», kommentierte Palmeri auf dem sozialen Netzwerk. Die Meldung des Todesfalls von Raiola sei vom italienischen TV-Sender «TG La7» verbreitet worden. Er gibt aber zu, dass es sich um einen Fehler gehandelt habe, die Meldung ohne Überprüfung übernommen zu haben. «Ich schäme und entschuldige mich dafür.»

Bekannter Spielerberater

Der italienische Spielervermittler hatte zuletzt mit einer Lungenkrankheit zu kämpfen und musste sich deshalb zu Beginn des Jahres in der Mailänder Lungenklinik «San Raffaele» einer Notoperation unterziehen. Um welche Art Eingriff es sich dabei handelte und warum dieser nötig war, wurde nicht kommuniziert.

Raiola selbst hatte kurz darauf via Twitter aber Entwarnung gegeben und vermeldet, dass alles in Ordnung sei. Dennoch blieb er unter strenger medizinischer Kontrolle.

Der schillernde Berater vertritt unter anderem Superstars wie Erling Haaland, Paul Pogba, Matthijs de Ligt, Gianluigi Donnarumma und Zlatan Ibrahimovic bei Transfer- und Vertragsverhandlungen. Neben dem Portugiesen Jorge Mendes, der Cristiano Ronaldo vertritt, gehört er zu den berühmtesten seines Fachs. (chm)