Super-G 
«Endlich ein Sieg!» Mauro Caviezel gewinnt sein erstes Weltcup-Rennen

Im ersten Super-G des Jahres ging Caviezels Plan auf - erstes Rennen, erster Sieg. Ein Super-Erfolg für den 32-jährigen Schweizer.

Gina Kern
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Kämpft sich durch das Schneegestöber: Mauro Caviezel.

Kämpft sich durch das Schneegestöber: Mauro Caviezel.

EPA

Der 32-jährige Bündner zündete mit der Startnummer fünf ein tolles Rennen und erwischte im leichten Schneegestöber die perfekte Linie auf der sehr kurzen Super-G-Strecke im französischen Val d'Isère. Der Norweger Adrian Sejersted verlor nur zehn Hundertstel auf den Schweizer - Rang zwei. Der Österreicher Christian Waldner schaffte ebenfalls seinen ersten Podestplatz mit 0.54 Sekunden Rückstand Platz drei.

Caviezel zeigte sich nach seinem ersten Weltcup-Sieg erleichtert: «Es ist unglaublich, ich kann es kaum glauben. Endlich ein Sieg. Und das nach dieser kurzen Rehaphase ist sehr speziell!»

Kampf zurück nach Verletzung

Erst im Juni dieses Jahres riss sich der 32-jährige die Achillessehne am linken Fuss. Der Unfall passierte beim Unihockey-Spiel in einem Konditionstraining. Ein klassischer Misstritt. Und nun dieser sensationelle Sieg nur fünf Monate später. Es ist der erste Weltcup-Sieg Caviezels überhaupt. Letztes Jahr gewann er zwar die Kristallkugel im Super-G, konnte aber kein einziges der sechs Rennen gewinnen.

Künftig wird er noch mehr im Fokus stehen. Caviezel nimmts mit Humor und auf die Frage, was sich nach dem Sieg ändere für ihn, meint er schmunzelnd: «Das einzige was sich nun ändert sind die Fragen der Journalisten. Jetzt wollen sie nicht mehr länger wissen, wann es endlich klappe mit dem ersten Sieg. Das ist auch sehr schön.»

Weitere Schweizer ohne Erfolg

Die restlichen Schweizer suchen noch nach ihrer Bestform. Beat Feuz schaffte es auf den 10. Rang mit 0.91 Sekunden Rückstand. Marco Odermatt (13.), Urs Krähenbühl (20.), Stefan Rogentin (23.) und Gino Caviezel (25.) konnten sich unter den top 30 klassieren.

Morgen Sonntag findet in Val d'Isère die erste Abfahrt der Saison statt. Beat Feuz klares Ziel ist ein gutes Resultat in der Königsklasse. Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen sagte er mit Bescheidenheit: «Ich werde sicher alles geben und ich bin selber gespannt wohin es reicht.»