Viermal in Serie hat der EHC Olten verloren, seit man am 26. Oktober nach einem 6:3-Auswärtssieg bei den GCK Lions den Leaderthron bestiegen hatte. 0:3 gegen Ajoie. 1:5 gegen Thurgau. 3:5 gegen Visp (nach 3:0-Führung). 2:3 nach Penaltyschiessen gegen Langenthal. So lautet die niederschmetternde Bilanz, welche auch in der Tabelle Auswirkungen hatte. Auf die zwischenzeitliche Euphorie folgte schneller als erwünscht die Ernüchterung. In der Tabelle stürzte der EHCO von Platz eins auf Platz fünf ab. Der Rückstand auf Leader La Chaux-de-Fonds beträgt stolze acht Punkte.

Zurück zur Basisarbeit

Die Oltner Erfolgsmaschinerie geriet vor der Meisterschaftspause also bös ins Stottern. Geht es nach Headcoach Chris Bartolone, soll der Motor nun aber so schnell wie möglich wieder brummen. Der EHCO-Trainer gab seinen Spielern nach der knappen Niederlage in Langenthal vier Tage frei, ehe er sie am Donnerstag der vergangenen Woche wieder aufs Eis bat. Die Marschrichtung war dabei klar: «Back to the basics» – zurück zur Basisarbeit.

Was einerseits vor allem bedeutete, dass die Oltner Cracks erst mal ordentlich Schlittschuh laufen mussten. Andererseits ging es Bartolone darum, dass seine Jungs wieder den nötigen Zug auf das gegnerische Tor entwickeln. «Wir müssen wieder diese dreckigen Treffer erzielen, wir brauchen Erfolgserlebnisse. Wenn man dann mal erfolgreich ist, dann kommen die schönen Spielzüge von alleine wieder. Aber an erster Stelle steht der Wille, hart für die eigenen Tore zu arbeiten.»

Während die Spieler die Pause dafür nutzen konnten, mal den Kopf ordentlich durchzulüften, gönnte sich Chris Bartolone lediglich ein langes Ausschlafen am Sonntag. Dann vertiefte er sich aber schnell wieder in seine Arbeit, war auch an den trainingsfreien Tagen im Stadion für Vorbereitungen, Videoanalysen und Gespräche. «Ich habe im Sommer drei Monate Zeit, mich auszuruhen. Während der Saison kann ich an nichts anderes denken als an Eishockey», erzählt er lächelnd. Von der Arbeitseinstellung ihres Trainers könnten sich die Oltner Spieler also definitiv eine Scheibe abschneiden.

Immer wieder Ausfälle

Apropos Spieler: Bartolone hoffte, dass er nach der Nationalmannschaftspause personell endlich mal wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Daraus wurde aber nichts. Mit Marco Truttmann, Alban Rexha und Stefan Ulmer fehlten im Montagstraining drei Stürmer – wobei die mit Oberkörper-Blessuren kämpfenden Truttmann und Rexha gegen Winterthur zum Einsatz kommen könnten. Ulmer, der an einer Entzündung an der Hand leidet, strebt sein Comeback für den Freitag an.

Noch unklar ist, wie es mit der Verfügbarkeit der beiden B-Lizenz-Spieler Roland und Colin Gerber aussieht. Beide trainierten zuletzt bei ihren jeweiligen NL-Klubs. Klar ist: Chris Bartolone muss bei seiner Personalplanung flexibel bleiben. Er nimmt es gelassen zur Kenntnis: «Natürlich wäre es schön, wenn ich mehr Planungssicherheit hätte. Aber so läuft das Business nun mal.» Wichtiger ist für ihn sowieso, dass seine Mannschaft auf die Erfolgsstrasse zurückkehrt. Gegen Winterthur und die GCK Lions sind zwei Siege Pflicht, will man weiteres Ungemach vermeiden.