Lange hat er sich Zeit gelassen, ehe er sich entschieden hat. Jetzt ist klar, dass Timo Helbling weiter auf höchstem Niveau Eishockey spielen möchte. Der Verteidiger unterschrieb bei National-League-Aufsteiger Rapperswil-Jona Lakers einen Einjahresvertrag. Der Hägendörfer hatte lange mit sich gerungen und sich eine Rückkehr zu seinem Stammklub Olten gründlich überlegt.

«Volle Postfinance-Arena attraktiver»

Am Ende obsiegte bei ihm aber dann doch das Bedürfnis, weiter auf der grossen Bühne Eishockey zu spielen. "Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Oltner Verantwortlichen. Aber letztlich ist es trotz allem sportlich attraktiver und spannender, in der vollen Postfinance-Arena zu spielen als in Biasca vor 50 Zuschauern", sagt Helbling und fügt an: "Es ist schade, aber die Swiss League ist im aktuellen Format nicht wirklich verlockend."

Zumal er bei Rapperswil als Leader eine "gute Rolle" spielen könne. Der Hägendörfer betont aber auch, dass eine Rückkehr zu seinem Stammklub trotz des aktuellen Entscheids nicht ausgeschlossen ist. Sein Vertrag bei den Lakers läuft ein Jahr. Danach sei wieder alles offen.

Timo Helbling, der zuletzt zwei Jahre beim EV Zug unter Vertrag gestanden hatte, hatte ursprünglich beim EHC Kloten unterschrieben. Der Kontrakt wurde jedoch nach dem Abstieg der Zürcher Unterländer in die Swiss League nichtig.

Anderen NLA-Verteidiger im Visier

Für den EHC Olten wäre der ehemalige Nationalspieler zweifellos eine wertvolle Verstärkung gewesen. Jetzt suchen die Powermäuse eine Alternative und sind bei ihrer Suche schon recht weit fortgeschritten. Im Visier hat Sportchef Marc Grieder einen Verteidiger, der letzte Saison in der NLA spielte und dem Bedürfnis nach Wasserverdrängung gerecht wird.

Auch in Sachen zweiter Ausländer könnte sich eine baldige Lösung anbahnen. Gesucht wird ein torgefährlicher Mittelstürmer.