EHC Olten
Schnelle Entscheide im Spiel nach vorne gefragt

Gegen Thurgau hatte der EHCO fast zu viel Zeit für den Spielaufbau. Das wird auswärts in La Chaux-de-Fonds ganz bestimmt wieder ändern.

Drucken
Teilen

HR Aeschbacher

Mit einem 4:3-Sieg über Hockey Thurgau ist der EHC Olten am Dienstag ins letzte Qualifikationsfünftel gestartet. Es war, des knappen Siegs zum Trotz, ein durchzogener Auftritt des Teams von Heikki Leime. Zum wiederholten Mal tat man sich gegen die Ostschweizer schwer und hatte die drei Punkte vor allem der 4. Linie um Dreifach-Torschütze Matteo Romanenghi zu verdanken. Die Linien eins bis drei zogen gegen die dezimierten Thurgauer, welche noch immer um den Playoff-Einzug kämpfen müssen, einen schwachen Abend ein. «Fakt ist, dass bei ihnen einfach nichts zusammengepasst hat», will Assistenztrainer Dino Stecher nichts beschönigen.

Die 4. Linie hat ihr Spiel durchgezogen

Tatsache sei aber auch, dass man sich mit Thurgau grundsätzlich und immer wieder schwertue. «Jedes Mal will man es besser machen, und es geht doch wieder nicht», so Stecher, welcher, nach der Analyse des Spiels, einen ganz interessanten Punkt herausstreicht. «Thurgau gibt uns Zeit: Das tut uns ganz offensichtlich nicht gut, uns gehen die Optionen aus, wenn wir zu lange Gedanken machen müssen.» Vieles finde, gerade beim Spielaufbau, im Kopf statt, geschehe intuitiv. Damit kommen die «Künstler» beim EHCO offenbar nicht klar. Anders die 4. Linie. Stecher: «Sie hat einfach ihr Spiel durchgezogen.»

Interessanterweise sah es eine Woche zuvor gegen die GCK Lions noch ganz anders aus. Auch damals hatte der EHCO viel Zeit, das Spiel aufzuziehen – und gewann «trotzdem» komfortabel mit 9:2. Gegen La Chaux-de-Fonds werden am Samstag (Spielbeginn 20 Uhr) aber mit Bestimmtheit andere Vorzeichen herrschen. Die Gastgeber werden den Oltnern kaum Raum und Zeit lassen und von Beginn an ihr effizientes Forechecking aufziehen.

Beaudoin: Unterschrift am Montag?

Natürlich weiss auch Stecher, dass es nicht immer so herauskommen kann, wie beim letzten Auftritt seines Teams im Neuenburger Jura. Obwohl der Gegner eher ein Chancenplus zu verzeichnen hatte, reisten die Oltner mit einem überdeutlichen 8:3-Sieg nach Hause – und vertrieben damit endgültig das Playoff-Schreckgespenst aus der vorletzten Saison, welches sich bis zu diesem Auftritt hartnäckig gehalten hatte. Beim letzten Vergleich mit La Chaux-de-Fonds in dieser Qualifikation fordert Stecher, dass man sich auf das eigene Spiel konzentriert: «Das ist wichtig, besonders im Hinblick auf die nahenden Playoffs.»

Noch nicht im Line-up figuriert Eric Beaudoin. Der kanadische Offensivspieler, welcher sich seit Dienstag in Olten im Tryout befindet, machte bislang aber einen sehr guten Eindruck und habe, so Stecher, in der spielfreien Zeit in seiner Heimat offenbar an sich gearbeitet. Über eine allfällige Übernahme Beaudoins wird aber frühestens am Montag entschieden. Erst dann kehrt nämlich Sportchef Köbi Kölliker aus dem Ausland zurück, wo er im Moment am Spieler beobachten ist.

Sicher ist: Sollte der Nordamerikaner mit den Playoff-Gardemassen 195 cm/100 kg am Montag tatsächlich bis zum Ende der Saison unterschreiben, so würde er auch möglichst rasch für den EHCO auflaufen.

Aktuelle Nachrichten