EHC Olten

Positive Eindrücke, aber auch schon wieder Verletzungssorgen

EHCO-Headcoach Fredrik Söderström durfte mit seinen Spielern mehrheitlich zufrieden sein.

Der EHC Olten gewinnt sein letztes Test-Heimspiel gegen Thurgau 6:3. Der Kanadier Garry Nunn zeigte bei seiner Premiere im Dress der Powermäuse einen gefälligen Auftritt. Weniger positiv ist, dass ein längerfristiger Ausfall von Verteidiger Anthony Rouiller nicht auszuschliessen ist.

Nach dem etwas ernüchternden Auftritt bei der 4:6-Niederlage am vergangenen Samstag gegen den EHC Kloten rehabilitierte sich der EHC Olten mit einer soliden Vorstellung und einem 6:3-Heimsieg im letzten Test-Heimspiel gegen den HC Thurgau.

Die Kollateralschäden des Kloten-Spiels

Das Spiel gegen Kloten sorgte nicht nur auf dem Resultatblatt für leichte Kopfschmerzen, sondern vor allem wegen der körperlichen Kollateralschäden. Stürmer Jérôme Lanz und Verteidiger Anthony Rouiller erlitten im ruppigen Duell gegen den Ligafavoriten aus der Flughafenstadt Verletzungen. Während Lanz (wie Silvan Wyss) drei Wochen ausfällt und somit zumindest den Saisonstart am 13. September verpassen könnte, ist die Situation bei Rouiller derzeit noch unklar. Wie gravierend seine Schulterverletzung ist und wie lange er somit der Mannschaft fehlen wird, wusste Sportchef Marc Grieder am Dienstag noch nicht.

Klar ist aber: Sollte Rouiller längerfristig ausfallen, was offenbar nicht auszuschliessen ist, dann wird Grieder auf dem Markt nach Realersatz suchen müssen. Die Spielerdecke in der Verteidigung wäre schlicht zu dünn. Immer noch aktuell ist auch ein B-Lizenz-Spieler aus Langnau für die Defensive. Das Problem hier ist aber, dass man mit diesen Akteuren nicht fix planen kann. Der EHCO-Sportchef ist also schon früh gefordert. Noch bevor die Meisterschaft begonnen hat, ist die Verletzungshexe bereits fleissig am Werk im Kleinholz.

Silas Matthys mehr als ein Lückenbüsser?

Das erste Opfer der neuen Saison, Garry Nunn, kam immerhin gegen Thurgau zu seiner Premiere im Dress der Powermäuse. Angesichts der Tatsache, dass er nach seiner Schnittverletzung am Fuss erst zwei komplette Trainings bestreiten konnte, zeigte der Kanadier einen gefälligen Auftritt. Er ist schnell, wendig und hat einen guten Schuss. Ein Erfolgserlebnis blieb ihm gegen Thurgau vergönnt. Die Ansätze sind – vor allem im Powerplay, wo er als vierter Stürmer an der blauen Linie eingesetzt wurde – aber vielversprechend.

Was fiel in diesem Spiel sonst noch auf? Goalie Silas Matthys zeigte einige sehenswerte Paraden und könnte mehr sein als ein gelegentlicher Ersatz für Simon Rytz.
Im Sturm zeigte der Esbjörn Fogstad Vold nicht nur wegen seiner beiden Tore sehr vielversprechende Ansätze. Wenn der Norweger mit Schweizer Lizenz seinen grossen Körper in Schwung bringt, dann ist er nur schwer zu stoppen.

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