EHC Olten

Jewgeni Schirjajew und das reizvolle Experiment

Keiner jubelt ausgelassener: EHCO-Stürmer Jewgeni Schirjajew.

Keiner jubelt ausgelassener: EHCO-Stürmer Jewgeni Schirjajew.

Der EHC Olten trifft am Dienstagabend (20 Uhr) im Derby auswärts auf den SC Langenthal. Oltens Headcoach wagt bei seiner ersten Sturmlinie einen interessanten Versuch. Der gelernte Center Jewgeni Schirjajew läuft als Flügel neben Dion Knelsen und Garry Nunn auf.

EHCO-Topscorer Dion Knelsen hat seine zwei Spielsperren abgesessen und wird am Dienstagabend im Derby gegen den SC Langenthal (20 Uhr, Schoren) wieder in die Mannschaft zurückkehren. Was die grosse Frage aufwirft, wie Oltens Headcoach Fredrik Söderström seine Sturmlinien umstellen wird. Nun hat der Schwede eine einigermassen überraschende Variante ins Auge gefasst.

Der gelernte Mittelstürmer Jewgeni Schirjajew wird in der ersten Sturmlinie als linker Flügel auflaufen und dort den verletzten Stan Horansky ersetzen. Ein reizvolles und spannendes Experiment, welches Söderström da wagt. Wobei «gewagt» ein grosses Wort ist in diesem Zusammenhang: «Gino ist so ein spielstarker Spieler – ich habe keine Bedenken, dass wir nicht zusammen harmonieren», sagt Dion Knelsen. «Ich bin gespannt, wie die drei zusammen spielen», freut sich Söderström auf die neue Versuchsanordnung.

Jewgeni Schirjajew und die Psychohygiene

Die Beförderung an die Seite der beiden Kanadier soll auch auf Schirjajews Psychohygiene einen positiven Einfluss haben. Der ehrgeizige Schweiz-Ukrainer tut sich bisweilen schwer damit, nur die zweite Geige spielen zu können. Jetzt kann er, in Abwesenheit von Horansky, mehr Verantwortung übernehmen. Apropos Horansky: Der Slowake mit Schweizer Lizenz peilt seine Rückkehr im Hinblick auf den Spitzenkampf gegen den EHC Kloten am Mittwoch, 29. Januar an.

Schon in Langenthal wieder mit von der Partie ist Dion Knelsen. Die zwei Spiele Zwangspause waren für den Kanadier eine Qual: «Das hat sich schrecklich angefühlt.» Zumal er heute noch nicht weiss, weshalb er gesperrt wurde. «Ich kann das Urteil nicht nachvollziehen», ärgert sich der beste Skorer der Oltner auch eine Woche später immer noch darüber, dass sein Zusammenstoss mit dem Zuger Nico Gurtner vom Einzelrichter als schwerwiegenderes Foul taxiert wurde. Es war für den 31-Jährigen übrigens die allererste Sperre in seiner Karriere.

Der Blick geht Richtung Playoffs

Die Rückkehr von Dion Knelsen könnte auf jeden Fall zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Für die Oltner stehen im Hinblick auf die Playoffs nun noch drei absolute Härtetests auf dem Programm: Nach der Stippvisite in Langenthal müssen die Powermäuse am Samstag nach Weinfelden reisen, wo der HC Thurgau wartet, ehe es zum Knüller gegen Kloten kommt.

Die letzten drei Qualispiele bestreitet der EHCO gegen die GCK Lions, Winterthur und die Ticino Rockets – also gegen drei Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Umso wichtiger ist es, dass die Mannschaft sich gegen die härteren Brocken ein gutes Gefühl im Hinblick auf die Playoffs erarbeiten kann. «Jetzt müssen wir Fahrt aufnehmen», weiss auch Dion Knelsen, der dem Team ein riesiges Potenzial attestiert. «Wenn alles zusammenpasst, dann werden wir in den Playoffs für jeden Gegner sehr unangenehm sein.»

Doch das ist vorderhand noch Zukunftsmusik. In Langenthal gilt es, die Siegesserie von sechs Erfolgen de Suite fortzusetzen. Im Tor wird wie schon beim 4:1-Sieg gegen Visp Simon Rytz stehen. Noch nicht mit von der Partie ist neben Stan Horansky auch Captain Philipp Rytz, der am Montag aber schon wieder im roten Kein-Kontakt-Shirt mittrainierte.

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