NHL
Ein starkes Dutzend – im besten Fall stehen gleich zwölf Schweizer in den NHL-Playoffs

Am Sonntag geht die reguläre Saison der NHL zu Ende – für die meisten Schweizer Spieler stehen die Playoffs auf dem Programm. Ganz abgeschlossen ist der Kampf um die Playoff-Plätze noch nicht. Sollten es sowohl die Avalanche als auch die Panthers nicht schaffen, dann wären auch zwei Schweizer Spieler betroffen.

Marcel Kuchta
Drucken
Auch dank Nico Hischier stehen die New Jersey Devils in den Playoffs

Auch dank Nico Hischier stehen die New Jersey Devils in den Playoffs

KEYSTONE/FR51951 AP/BILL KOSTROUN

Am Sonntag geht der Qualifikations-Marathon in der NHL zu Ende. Noch ist nicht fix, welche 16 Mannschaften bis Mitte Juni um den Stanley Cup kämpfen werden. Im Westen duellieren sich die St. Louis Blues und die Colorado Avalanche noch um den letzten verbleibenden Platz. Im Osten hatten die Florida Panthers bei Redaktionsschluss noch eine kleine Chance, sich für das Titelrennen zu qualifizieren.

Sollten es sowohl die Avalanche als auch die Panthers nicht schaffen, dann wären auch zwei Schweizer Spieler betroffen. Sven Andrighetto (Colorado) und Denis Malgin (Florida) würden sich damit zu Sven Bärtschi (Vancouver) gesellen und wären in der entscheidenden Meisterschaftsphase zum Zuschauen verbannt. Sie wären damit aus Schweizer Optik in einer deutlichen Minderheit. Denn von den zwölf mehr oder weniger regelmässig eingesetzten «Eisgenossen» gehören deren neun Playoff-Teams an. Was unterstreicht, dass dieses Schweizer NHL-Dutzend auf eine gute Qualifikation zurückblicken kann – trotz viel Verletzungspech.

Sven Andrighetto, Colorado Avalanche, 49 Spiele, 8 Tore, 14 Assists, 22 Punkte Minus-15-Bilanz, 14:31 Minuten Eiszeit/Partie Sven Andrighetto hat in Denver sein NHL-Glück gefunden – auch wenn diese Saison für ihn von Verletzungspech geprägt worden ist. Für Colorado geht es in der Nacht auf Sonntag immer noch um die Playoff-Qualifikation. Gegen die St. Louis Blues muss ein Sieg her.
12 Bilder
Sven Bärtschi, Vancouver Canucks, 53 Spiele, 14 Tore, 15 Assists, 29 Punkte Plus-3-Bilanz, 15:36 Minuten Eiszeit/Partie Für den Oberaargauer ist die Saison bereits seit geraumer Zeit wegen einer schweren Schulterverletzung beendet. Bei den Canucks, die die Playoffs verpassen, spielte Bärtschi trotz seinen Blessuren (er erlitt auch noch einen Kieferbruch) eine gute Rolle. Sein Vertrag läuft aber aus.
Kevin Fiala, Nashville Predators, 79 Spiele, 23 Tore, 25 Assists, 48 Punkte Plus-20-Bilanz, 15:07 Minuten Eiszeit/Partie An seinem Talent bestanden nie Zweifel. Jetzt hat es der Ostschweizer endlich auch in die Tat umgesetzt. Kevin Fiala ist ein wichtiger Bestandteil der bärenstarken Nashville Predators geworden. Die «Raubtiere» sind ein ganz heisser Anwärter auf den Titelgewinn.
Nico Hischier, New Jersey Devils, 81 Spiele, 19 Tore, 32 Assists, 51 Punkte Plus-10-Bilanz, 16:19 Minuten Eiszeit/Partie Gäbe es nicht noch ältere Neulinge, die in ihrer ersten NHL- Saison eingeschlagen haben, dann wäre der Nummer-1-Draft ein Kandidat für die Trophäe des besten NHL-Newcomers. Hischier hat grossen Anteil daran, dass sich die Devils erstmals seit 2012 für die Playoffs qualifiziert haben.
Roman Josi, Nashville Predators, 74 Spiele, 14 Tore, 39 Assists, 53 Punkte Plus-23-Bilanz, 24:31 Minuten Eiszeit/Partie In seiner ersten Saison als Captain der Predators war Josi der gewohnt sichere Wert. Punktmässig war es nicht seine beste Saison, aber in Nashville hat man sowieso andere Ziele: Der Stanley Cup soll her. Und Roman Josi soll dabei eine tragende Rolle spielen.
Dean Kukan, Columbus Blue Jackets, 10 Spiele, 0 Tore, 4 Assists, 4 Punkte Plus-3-Bilanz, 11:56 Minuten Eiszeit/Partie Lange Zeit musste er sich gedulden, ehe er eine Chance in der NHL bekam. Aber das Warten hat sich für Kukan gelohnt. Der Zürcher hat sich mit seinen Leistungen für weitere Einsätze in den Playoffs empfohlen. Kämpfte im März mit Verletzungspech. Sollte aber wieder fit sein.
Denis Malgin, Florida Panthers, 50 Spiele, 11 Tore, 10 Assists, 21 Punkte Plus-3-Bilanz, 13:55 Minuten Eiszeit/Partie Auch der Oltner blieb in der NHL-Qualifikation nicht von Verletzungen verschont. Dennoch hat er sich nach Anlaufschwierigkeiten seinen Stammplatz in der Mannschaft erkämpft. Zuletzt war Malgin aber wieder angeschlagen. Die Playoffs werden die Panthers wohl verpassen.
Timo Meier, San Jose Sharks, 80 Spiele, 20 Tore, 15 Assists, 35 Punkte Plus-4-Bilanz, 14:53 Minuten Eiszeit/Partie Vom Appenzeller wurde erwartet, dass er nach dem Abgang der Legende Patrick Marleau seinen Beitrag in der Sharks-Offensive leistet. Diesen Auftrag hat Timo Meier mit Bravour erfüllt. Und darf als Belohnung mit den Sharks in den Playoffs auf Titeljagd gehen.
Mirco Müller, New Jersey Devils, 27 Spiele, 0 Tore, 4 Assists, 4 Punkte Plus-4-Bilanz, 16:31 Minuten Eiszeit/Partie Nach seinem Transfer aus San Jose tat sich Müller schwer, sich bei den Devils einen Stammplatz zu erkämpfen. Hilfreich war auch nicht, dass er sich das Schlüsselbein brach und elf Wochen verletzt ausfiel. Zuletzt kam er regelmässig zum Einsatz. Auch in den Playoffs?
Nino Niederreiter, Minnesota Wild, 62 Spiele, 18 Tore, 12 Assists, 30 Punkte Plus-13-Bilanz, 15:00 Minuten Eiszeit/Partie 20 Spiele verpasste der Bündner mit einer schmerzhaften Fussverletzung, die ihn während der ganzen Saison plagte. Auch deshalb war sein offensiver Output nicht so gut wie in der Saison zuvor. Könnte in den Playoffs aber eine wichtige Rolle für die Wild spielen.
Luca Sbisa, Vegas Golden Knights, 30 Spiele, 2 Tore, 12 Assists, 14 Punkte Plus-8-Bilanz, 19:31 Minuten Eiszeit/Partie Punkto Gesundheit war es für den Verteidiger eine Saison zum Vergessen. Er rutschte von einer Verletzung zur nächsten. Wenn er spielte, war er ein wichtiger Bestandteil des grossen NHL-Überraschungsteams, das auch in den Playoffs für Aufsehen sorgen will.
Yannick Weber, Nashville Predators, 47 Spiele, 2 Tore, 3 Assists, 5 Punkte Plus-2-Bilanz, 12:03 Minuten Eiszeit/Partie Wo Yannick Weber drauf steht, ist Yannick Weber drin. Der Berner spielte seinen Part im Nashville-Starensemble gewohnt solid. Er wird auch in den Playoffs ein sicherer Wert für die ambitionierten Predators sein. Hatte zuletzt aber auch mit Verletzungen zu kämpfen.

Sven Andrighetto, Colorado Avalanche, 49 Spiele, 8 Tore, 14 Assists, 22 Punkte Minus-15-Bilanz, 14:31 Minuten Eiszeit/Partie Sven Andrighetto hat in Denver sein NHL-Glück gefunden – auch wenn diese Saison für ihn von Verletzungspech geprägt worden ist. Für Colorado geht es in der Nacht auf Sonntag immer noch um die Playoff-Qualifikation. Gegen die St. Louis Blues muss ein Sieg her.

KEYSTONE/AP/DAVID ZALUBOWSKI

Aktuelle Nachrichten