EHC Olten

EHCO-Stürmer Jerome Lanz und die Stunde der harten Arbeiter

Kehren an ihren letzten Arbeitsort zurück: Jerome Lanz (l.) und Janis Elsener/Freshfocus

Kehren an ihren letzten Arbeitsort zurück: Jerome Lanz (l.) und Janis Elsener/Freshfocus

Der EHC Olten hat zuletzt in der Meisterschaft viermal in Serie gewonnen. Das liegt auch daran, dass die Mannschaft disziplinierter und einfacher spielt. Eine grosse Rolle spielen dabei die stillen, harten Arbeiter im Hintergrund - wie zum Beispiel Neuzugang Jerome Lanz.

Vier Siege in Serie hat der EHC Olten mittlerweile in der Swiss League aneinandergereiht. Das hat den Powermäusen in der Tabelle ein wenig Luft gegen unten verschafft. Der Playoff-Strich ist acht Punkte entfernt. Mit einem weiteren Vollerfolg am Dienstagabend in Zug gegen die Academy (Spielbeginn 19.45 Uhr) könnte die Mannschaft von Headcoach Fredrik Söderström das Polster weiter vergrössern. Nach dieser mitunter turbulenten, ersten Saisonphase wäre das für die Nerven der Oltner weiteres Balsam und vor allem die Bestätigung, dass man den Erfolgsweg gefunden hat.

«Wir reden viel miteinander und bleiben positiv»

Dass dies so ist, hat verschiedene Ursachen. Der Hauptgrund ist, dass die Spieler vor allem im Kopf die nötigen Anpassungen vorgenommen haben, besonders nach dem 4:7-Debakel gegen Ajoie: «Wir haben nach diesem Spiel miteinander besprochen, was wir ändern können und wollen, haben unser Defensivverhalten angepasst und das auch entsprechend umgesetzt», versucht EHCO-Stürmer Jérôme Lanz den mentalen Wandel in Worte zu fassen und fügt an: «Wir merken, dass wir besser werden und nicht mehr so viel zulassen.» Klar gebe es immer noch brenzlige Situationen. «Aber wir reden viel Zusammen und bleiben positiv.»


Beim 3:1 gegen den HC La Chaux-de-Fonds wurde Lanz zum besten Spieler der Oltner gewählt. Eine schöne Auszeichnung für einen der Spieler, die in den Reihen des EHCO eher zur Sorte der stillen, harten Arbeiter gehören. «Nach so einem Spiel darf man zufrieden sein. Wir haben zusammengearbeitet, sind in der Defensive meistens solid gestanden. Und das vor allem über 60 Minuten», freute sich der Baselbieter, der in der Nachwuchsabteilung des EHC Olten gross wurde, ehe er via Basel zu den Elite-Junioren des EV Zug wechselte. Er ist eigentlich, zusammen mit Diego Schwarzenbach, der letzte «Einheimische» im aktuellen Team.

Für Lanz ist das heutige Duell gegen die Zug Academy eine besondere Affiche, weil er in den letzten drei Jahren in deren Reihen spielte, ehe er zusammen mit Michael Rudolf, Janis Elsener und Cédric Maurer dem Ruf der Powermäuse folgte. «Es wird sicher speziell sein, dort zu spielen», sagt der 20-Jährige vor seiner Rückkehr. Und er weiss auch genau, dass die Duelle mit dem EVZ-Farmteam für jeden Favoriten mehr als unbequem werden können. «Gegen Zug ist es immer schwierig. Es ist ein sehr unangenehmer Gegner. Wir müssen unsere Stärken umsetzen und dürfen uns nicht auf ihr Spiel einlassen», warnt Lanz.

Horansky und Rouiller trainieren wieder voll mit

Am Dienstagabend in der Bossard-Arena werden die Oltner weiterhin ohne Stan Horansky und Anthony Rouiller antreten. Doch von den beiden rekonvaleszenten Schlüsselspielern gibt es gute News. Sie trainierten gestern Montag erstmals wieder regulär mit der Mannschaft mit. Läuft alles nach Plan, dann könnte sogar schon eine Rückkehr am Donnerstag im Heimspiel gegen die Ticino Rockets möglich sein. Vorderhand gilt bei den Beiden, die zwei Monate kein Spiel mehr bestritten haben, das Motto «höchste Vorsicht.» So lange die Oltner gewinnen, besteht auch keine Not für eine überstürzte Rückkehr.

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