Marc Grieder, der Sportchef des EHC Olten, hat schon bessere Tage hinter sich. Erst der verpatzte Transfer von Clarence Kparghai (der gestern dann doch noch über die Bühne ging). Dann der missglückte Versuch, einen dritten Ausländer im Hinblick auf die Playoffs zu verpflichten. Und zu schlechter Letzt hat ihn nun sogar noch die eigene Mannschaft bei der Arbeit sabotiert – wenn auch natürlich unabsichtlich.

Es passt aber, dass die Spieler des EHC Olten mit ihrer Niederlage bei der EVZ Academy (1:2 nach Penaltyschiessen) am letzten Spieltag dafür sorgten, dass Grieder auf zwei erhoffte Verstärkungen aus Zug verzichten muss. Die Academy spielt dank des Siegs gegen Olten nun selber in den Playoffs mit – auf Kosten der GCK Lions. Dass die wiederum den luschen Auftritt der Oltner nicht gerade mit Freude zur Kenntnis genommen haben, ist klar. Und deshalb ist es auch keine Überraschung, dass Grieder bei seinem Bemühen, nun von den Lions den einen oder anderen Verstärkungsspieler loszueisen, auf Granit biss. Die Zürcher zeigten an der Freigabe ihrer Spieler kein Interesse. Am Ende wurde der EHCO-Sportchef also doppelt gemoppelt bestraft.

Immerhin: Auch andere Klubs hatten am Montag mit den Tücken des Transferwesens zu kämpfen. Der EHC Kloten und der HC La Chaux-de-Fonds vermeldeten, dass sie sich die Dienste der Winterthurer Ausländer Jared Gomes und Anthony Nigro gesichert haben. Nur machten sie die Rechnung ohne den Eishockeyverband, welcher die Transfers untersagte. Ausländische Spieler durften nur bis zum 15. Februar transferiert werden. Das gestrige, zusätzliche Transferfenster galt nur für Schweizer Spieler. Wenn sich der EHCO schon nicht verstärken konnte – die Konkurrenz auch nicht.