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Die U21-Nati träumt wieder von einer Endrunde: Schweizer Jugend auf dem Weg zurück an die Spitze

Die Schweizer U21-Nati ist wieder wer: Jérémy Guillemenot (Schweiz) gegen Frankreichs Rayan Ait Nouri.

Die Schweizer U21-Nati ist wieder wer: Jérémy Guillemenot (Schweiz) gegen Frankreichs Rayan Ait Nouri.

Das U21-Nationalteam will am Freitag gegen die Slowakei einen weiteren Schritt in Richtung EM machen. Die Qualifikation wäre ein Meilenstein.

Vier Spiele, vier Siege. Der Start in die EM-Qualifikation ist dem U21-Nationalteam geglückt. Für ein grosses Ausrufezeichen sorgte der 3:1-Sieg gegen Frankreich. Dadurch ist endlich eine Endrunden-Qualifikation wieder in greifbarer Nähe gerückt. Heute soll gegen Slowakei der fünfte Streich folgen.

Es ist noch nicht lange her, da wäre eine erfolgreiche Qualifikation Usus gewesen. Die Schweizer Nachwuchstalente gehörten jahrelang zur erweiterten Weltspitze. 2002 wurde die U17 Europameister, im selben Jahr stiess die U21 ins Halbfinal der EM vor. 2009 gab es gar den Weltmeistertitel für die U17-Nati. Für den letzten grossen Erfolg sorgte die U21 2011 mit der Finalqualifikation. Dort unterliegt die Schweiz mit heutigen Top-Spielern wie Yann Sommer, Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka mit 0:2 gegen Spanien. Seither hat sich aber keine Schweizer Nachwuchsequipe für eine Endrunde qualifiziert.

Xherdan Shaqiri (links) im Final der U21-EM 2011 gegen Dídac Vilà.

Xherdan Shaqiri (links) im Final der U21-EM 2011 gegen Dídac Vilà.

Die Schweiz hat die Vorreiterrolle verloren

Längst hat die Schweiz seine Vorreiterrolle in der Nachwuchsarbeit eingebüsst, spielt nicht mehr bei den besten Nationen mit. Nicht nur Frankreich, England, Deutschland oder Portugal sind meilenweit entrückt, auch Nationen wie Schweden, Dänemark oder Rumänien feierten zuletzt mehr Erfolge. Kein Wunder spricht der Nati-Direktor Pierluigi Tami davon, dass man sich zwingend verbessern müsse.

Klappt es für die U21 endlich wieder mit der Qualifikation für die Europameisterschaft, gibt es eine spezielle Endrunde. Statt des üblichen Endrundenturniers im Sommer, wird die EM in Ungarn und Slowenien in einer neuen Form durchgeführt. Sie wird zweigeteilt stattfinden. Die Gruppenspiele finden im März, die K.o-Partien im Juni statt. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Europameisterschaft der A-Nationalteams auf nächstes Jahr verschoben wurde.

Am Freitag in Schaffhausen (Anpfiff 19.00) und im Auswärtsspiel am Dienstag gilt es für die U21 endlich wieder ernst. Zweimal ist der Gegner die Slowakei. Seit dem Achtungserfolg gegen Frankreich im November letzten Jahres hat sich das Team nicht gesehen. U21-Nationaltrainer Mauro Lustrinelli sagt:

Gegen die Slowakei erwartet er ein offenes Spiel: «Die Slowaken haben ein Team mit offensiven Qualitäten, das mitspielen will.»

Seit dem Start der Kampagne ist es innerhalb des Teams zu einigen Veränderungen gekommen. Die einstigen Stars Ruben Vargas und Eray Cömert sind inzwischen längst A-Nationalspieler. Tragisch ist derweil das Fehlen von Stammspieler Vasilije Janjicic. Der Spieler des FC Zürich ist an Krebs erkrankt. «Du bist bei uns, wir sind mit dir», verbreitet das U21-Team auf den sozialen Netzwerken. Man spiele gegen die Slowakei für ihn.

Auf dem Platz müssen es derweil andere richten. Zu den wichtigsten Akteuren zählen der St. Galler Stürmer Jérémy Guillemenot, der Sittener Mittelfeldspieler Bastien Toma oder der Lausanner Goaletter Andi Zeqiri. Ihr Auftrag: Sie sollen an alte Zeiten anknüpfen.

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