Auslosung
Das sind die Gegner der Schweizer Nati auf dem Weg an die WM 2022 in Katar

Die Würfel sind gefallen: Die Schweiz trifft in der Qualifikation für die WM 2022 in Katar in der Gruppe C auf Italien, Nordirland, Bulgarien und Litauen. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt. Ansonsten droht ein komplizierter Umweg.

Etienne Wuillemin
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Erinnerungen an den letzten Schweizer Sieg gegen Italien: Marc Hottiger zieht am gestürzten Roberto Baggio vorbei und erzielt das 1:0.

Erinnerungen an den letzten Schweizer Sieg gegen Italien: Marc Hottiger zieht am gestürzten Roberto Baggio vorbei und erzielt das 1:0.

Keystone

Italien

Wie in der EM-Endrunde im nächsten Jahr ist Italien auch in der WM-Qualifikation der Gegner. Mit nur 9 Siegen in 59 Partien weist die Schweiz im Direktvergleich eine trostlose Bilanz auf. Immerhin: Auf dem Weg zur WM 1994 gewann sie dank einem Tor von Hottiger in Bern 1:0. Seither hat sie in acht Partien gegen unser südliches Nachbarland nicht mehr gewonnen und nur drei Tore geschossen. Italien ist unter Trainer Roberto Mancini fantastisch unterwegs und seit 22 Partien ungeschlagen. In der EM-Qualifikation wurden 2019 gar alle zehn Partien gewonnen, wenn auch gegen eine mässige Gegnerschaft.

Letztmals ein Pflichtspiel verlor Italien am 10. September 2018 in der Nations League gegen Portugal. Der Star der Azzurri ist eindeutig der Trainer. Der Punkteschnitt von Mancini ist mit 2,17 exakt gleich hoch wie jener von Weltmeister Marcello Lippi und von keinen anderen Coaches erreicht worden. Die Mannschaft ist zwar ausgesprochen gut und ausgeglichen besetzt, ganz grosse Namen wie jene von Buffon, Pirlo und Balotelli sind dem Team aber abhandengekommen. (Statistik insgesamt: 58 Länderspiele, 8 Siege, 22 Unentschieden, 28 Niederlagen)

Petkovic über WM-Qualifikation:

Nordirland

So richtig gut sind die Nordiren zwar nicht, wie schwer zu schlagen sie aber sind, wissen die Schweizer seit der WM-Barrage 2017, als sie nach dem 1:0-Auswärtssieg beim 0:0 in Basel fürchterlich litten. Ian Baraclough, der im Sommer Michael O’Neill als Trainer abgelöst hat, ist noch ohne Erfolg. In der Nations League stieg Nordirland sieglos aus der League B ab, in den Playoffs zur EM verlor es zu Hause den Final gegen die Slowakei 1:2 nach Verlängerung. Noch immer dabei sind Haudegen wie Evans, Davis und Washington.. (Statistik: 6 Länderspiele, 2 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen)

Erinnerungen an ein Drama: Nach der Barrage für die WM 2018 dominierten tagelang die Pfiffe gegen Haris Seferovic.

Erinnerungen an ein Drama: Nach der Barrage für die WM 2018 dominierten tagelang die Pfiffe gegen Haris Seferovic.

Laurent Gillieron / KEYSTONE

Bulgarien

Der dritte Schweizer Gegner heisst Bulgarien. Ein Gegner, vor dem die Schweiz nicht gerade in Ehrfurcht verfallen muss. Im Länderspieljahr 2020 gelang den Bulgaren in sechs Spielen gegen Finnland, Wales und Irland kein einziger Sieg. Einen Topstar wie vor zehn Jahren Dimitar Berbatov haben sie längst nicht mehr in ihren Reihen.

Das letzte Spiel der Schweiz gegen Bulgarien ist über neun Jahre her. Damals begegneten sich die beiden Mannschaften in der Qualifikation für die EM 2012. Nachdem das Hinspiel 0:0 endete, siegte die Schweiz zuhause 3:1. Xherdan Shaqiri schoss alle drei Tore. (Statistik: 10 Länderspiele, 4 Siege, 4 Unentschieden, 2 Niederlagen)

Litauen

Schliesslich trifft die Schweiz in der Gruppe noch auf Litauen. Die beiden Teams haben erst drei Mal gegeneinander gespielt. Das erste Aufeinandertreffen ist ewig her und historisch. An den Olympischen Spielen 1924 in Paris bodigte die Schweiz die Balten gleich mit 9:0.

Die anderen beiden Begegnungen wurden vor fünf Jahren ausgetragen. Es war in der Qualifikation für die EM 2016. Vor allem auswärts tat sich die Schweiz schwer, gewann schliesslich aber doch noch 2:1 – es war die Partie, in der Nationaltrainer Petkovic den ehemaligen Captain Gökhan Inler erstmals auswechselte und Granit Xhaka in die Zentrale beorderte.

In diesem Jahr gelangen Litauen Erfolge gegen Albanien und Kasachstan, so dass sich die Mannschaft in Liga C der Nations League halten konnte. (Statistik: 3 Länderspiele, 3 Siege).

Vladimir Petkovic zu den Gegnern der Schweiz:

Der Modus

Um sich direkt für die WM 2022 zu qualifizieren, müsste die Schweiz die Gruppenphase auf Rang 1 abschliessen.

Reicht es nur für Rang 2, dann folgt eine Barrage, mit überarbeitetem Modus. Anstatt des früheren Hin- und Rückspiels gäbe es ein Finalturnier. Nur wer den Halbfinal und den Final gewinnt (je 1 Spiel), darf noch an die WM. Liegt die Schweiz nach Abschluss der Gruppenphase auf Rang 3 (oder noch schlechter), ist sie ausgeschieden.

Die Spiele finden im Jahr 2021 statt. Konkret: Zwei im März, zwei im September, zwei im Oktober und zwei im November. Der Spielplan veröffentlicht die Uefa in den nächsten Tagen.

So sehen die WM-Qualifikationsgruppen aus