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Das sind die Erkenntnisse aus den ersten Achtelfinals der Champions League

Mit Power: Erling Haaland (BVB, links) im Zweikampf mit Thiago Silva (PSG).

Mit Power: Erling Haaland (BVB, links) im Zweikampf mit Thiago Silva (PSG).

BVB-PSG (2:1) und Atletico-Liverpool (1:0) waren zwei vielversprechende Spiele. Was bleibt nach diesen ersten Achtelfinals in der Königsklasse? Lesen Sie, warum die Verlierer fürs Rückspiel gleichwohl favorisiert sind, warum Erling Haaland das vielleicht grösste Versprechen Europas ist – und was der Abend für Manuel Akanji bedeutet.

In beiden Rückspielen wird gehörig Pfeffer drin sein

Sicher ist, die beiden Auswärtsteams werden am 11. März sehr gut spielen müssen, um in die Viertelfinals vorzustossen. Der PSG muss gegen Borussia Dortmund zwar einen 1:2-Rückstand umbiegen und der FC Liverpool liegt gegen Atlético Madrid mit 0:1 im Hintertreffen, aber gleichwohl sind die Heimmannschaften mit ihrem Publikum im Rücken leicht zu favorisieren.

Erling Braut Haaland ist definitiv kein Strohfeuer

Im Januar vor einem Jahr von Molde in Norwegen zu Salzburg gekommen, wurde der Teenager behutsam an den gehobenen Profifussball herangeführt. Und startete dann im Sommer voll durch, schoss für Red Bull in 27 Spielen 29 Tore, acht davon in sechs Partien in der Champions League. Im Winter standen die Interessenten Schlange, um das Ausnahmetalent zu engagieren. Dortmund machte jedoch das Rennen. Was niemand in diesem Ausmass erwartet hatte: Haaland machte weiter, wo er in Österreich aufgehört hatte und eroberte die Bundesliga mit acht Toren in fünf Spielen im Handstreich. Und gestern nun auch die ganze Fussballwelt. «Wir waren gut in der Defensive und in der Offensive», sagte Trainer Lucien Favre. «Wir waren die bessere Mannschaft.» Haaland, nicht so wortkarg wie sonst, sagte: «Ich geniesse jetzt einfach diesen Moment. Aber ich weiss, dass ich mich noch verbessern muss.»

Manuel Akanji im Tief

Haaland im Hoch, Manuel Akanji im Tief. Der Schweizer Nationalspieler sass gegen den PSG wie zuletzt gegen Frankfurt nur auf der Ersatzbank. Seine Leistungen in dieser Saison waren mittelmässig bis schlecht gewesen. Dennoch hatte Trainer Lucien Favre erstaunlich lange an ihm festgehalten. Im Augenblick sieht es aber danach aus, als müsse sich der Innenverteidiger gedulden, bis er wieder auf dem Platz steht. Andrerseits: Im Fussball kann sich das Blatt schnell wenden.

Die Statistik macht Atlético Madrid Mut

In 28 von 29 Duellen kamen die Madrilenen weiter, wenn sie das Hinspiel gewonnen hatten. Und das haben sie nun ja mit einem 1:0 ein weiteres Mal geschafft. Nach der frühen Führung durch Saul Niguez mussten sie Liverpool zwar die eine oder andere Chance zugestehen, erwiesen sich aber, wie eigentlich immer unter Trainer Diego Simeone, abwehrstark genug, um ohne Gegentor zu bleiben. Ihr Sieg war letztendlich nicht gestohlen, Morata hätte sogar auch das 2:0 erzielen können.

Atléticos Torschütze Saul Niguez (Mitte) lässt sich feiern.

Atléticos Torschütze Saul Niguez (Mitte) lässt sich feiern.

Liverpool: In der Champions League verwundbar

In der Premier League noch ungeschlagen, musste Liverpool in der Champions League nach dem 0:2 in Neapel die zweite Niederlage hinnehmen. An Anfield aber wird die gnadenlose Walze der Reds in Richtung Atlético rollen. Die Spanier werden wissen, wie es dem FC Barcelona vor einem Jahr an gleicher Stelle ergangen ist. Die Katalanen verloren sang und klanglos 0:3 – und Xherdan Shaqiri war bei Liverpool für einmal mittendrin.

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Autor

Markus Brütsch

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