Challenge League
Der FC Wil und sein schwerer Gang zum Tabellenletzten

Der FC Wil tritt am Freitagabend bei Jeff Saibenes Xamax an – und könnte schon bald Wintermeister sein. Doch aufgepasst: Die Neuenburger sind im Aufwind.

Ralf Streule
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Unter Jeff Saibene hat Xamax Neuenburg in die Spur gefunden.

Unter Jeff Saibene hat Xamax Neuenburg in die Spur gefunden.

Bild: Jean-Christophe Bott / KEY

Das hätte sich Anfang Saison so wohl keiner vorgestellt: Der FC Wil steht zwei Runden vor dem Hinrunden-Ende weiterhin auf dem ersten Platz. Er hat gerade den ambitionierten FC Aarau mit einem 6:1 förmlich in die Krise gestürzt und schickt sich am Freitagabend, 19.30 Uhr, in Neuenburg an, nach dem Wintermeister-Titel in der Challenge League zu greifen. Gewinnen die Wiler gegen Xamax und spielen Yverdon und Stade Lausanne-Ouchy morgen unentschieden, wäre es so weit. Dabei galten die Wiler vor drei Monaten noch als ziemlich einziges Challenge-League-Team ohne Aufstiegsambitionen. Das Märchen lebt weiter – auch wenn das heutige Spiel in Neuenburg gegen den Tabellenletzten schwieriger werden dürfte als es die Rangliste anzeigt.

Xamax ist seit fünf Spielen ungeschlagen

Xamax Neuenburg startete mit sieben Niederlagen in die Saison – und steht deshalb seit Anbeginn dieser Meisterschaft auf dem letzten Platz. Seit Jeff Saibene bei den Neuenburgern in der siebten Runde von Andrea Binotto übernommen hat, sind sie aber deutlich stabiler geworden: In zehn Partien unter dem ehemaligen FC-St.Gallen-Trainer gab es nurmehr drei Niederlagen, seit fünf Spielen sind die Romands ungeschlagen, haben dabei unter anderem Stade Lausanne besiegt.

Für die Wiler wird es also im Stade de la Maladière eine schwierige Aufgabe. Egal, wie die Partie ausgeht: Freuen dürfen sich die Wiler auf ein unerwartetes Spitzenspiel im Bergholz am Samstag, 26. November – dies als Abschluss der Hinrunde gegen Stade Lausanne-Ouchy. Auch wenn man sich dann bereits mit der WM konkurrenziert (fast zeitgleich läuft Frankreich – Dänemark): Es dürfte ein weiteres Mal mit vielen Zuschauern zu rechnen sein.