Tennis
Bei Timea Bacsinszky ist alles eine Frage des Kopfs

Timea Bacsinszky beweist bei ihrem 6:4, 6:4-Sieg über Eugénie Bouchard, dass sie bereit ist, in Roland Garros wieder für Furore zu sorgen.

Marcel Kuchta, Paris
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Konzentriert: Timea Bacsinszky.

Konzentriert: Timea Bacsinszky.

KEYSTONE

Frauentennis kann bisweilen furchtbar unberechenbar sein. Die Zweitrundenpartie zwischen Timea Bacsinszky und Eugénie Bouchard lieferte einen eindrücklichen Beweis für diese These. Erst zog die Kanadierin auf 4:1 davon. Dann gewann die Schweizerin sage und schreibe zehn Games in Serie und schlug beim Stand von 6:4, 5:0 zum Matchgewinn auf. Doch Bouchard hatte plötzlich ein zweites Leben und beim Stand von 5:4, 15:40 sogar zwei Spielbälle zum Ausgleich im 2. Satz. So, wie die Partie verlief, hätte es niemanden erstaunt, wenn die Wimbledon-Finalistin des Jahres 2014 das Ruder noch herumgerissen hätte. Doch schliesslich setzte sich Timea Bacsinszky – auch dank vier Fehlern von Bouchard in Serie – doch noch durch und steht im Sechzehntelfinal des French Open. Dort trifft sie am Samstag auf die Französin Pauline Parmentier.

Das passierte bisher bei den French Open:

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Kollektiver Jubel mit den Ballkindern.
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Andy Murray jubelt über den Finaleinzug.
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Timea Bacsinszky verliert den ersten Satz mit 5:7.
Österreichs Shooting-Star Dominic Thiem steht zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Halbfinal
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Das lange Warten hat ein Ende. Stan Wawrinka ist bereit für seinen Viertelfinal.
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Novak Djokovic kann sein Spiel gegen Roberto Bautista Agut fortsetzen.
Das Regenwetter in Paris macht dem French Open einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.
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Regen über Paris und den Courts von Roland Garros
Ein Platz in Roland Garros wird mit einer Blache überdeckt
Es war ein Auf und Ab für die Schweizerin. Alles in allem hinterlässt Bacsinszky jedoch einen starken Eindruck.
Timea Bacsinszky gewinnt gegen Eugenie Bouchard in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:4.
Andy Murray tut sich gegen den französischen Qualifikanten Mathias Bourgue schwer.
Stan Wawrinka trifft in der nächsten Runde auf den Franzosen Jérémy Chardy.
Viktorija Golubic nach ihrem Ausscheiden gegen Lucie Safarova: "Es war ein super Turnier für mich."
Stan Wawrinka fokussiert. Er gewinnt gegen den Japaner Taro Daniel in drei Sätzen mit 7.6, 6:3, 6:4.
Taro Daniel, der Zweitrundengegner von Stan Wawrinka
Viktorija Golubic kämpft in der ersten Runde gegen Safarova
Timea Bacsinszky setzt sich in der ersten Runde durch
Andy Murray behält in der ersten Runde die Nerven und bezwingt Radek Stepanek in fünf Sätzen
Der Tennis-Oldie Stepanek zeigt eine grandiose Leistung und muss sich erst nach fünf hartumkämpften Sätzen geschlagen geben.
Stan Wawrinka ballt die Faust - Niederlage in der ersten Runde gerade noch abgewendet.
Stan Wawrinka
In der heutigen "L'Equipe": Stan Wawrinka lässt auf zwei Seiten senen letztjährigen Finaltriumph gegen Novak Djokovic Revue passieren.
Timea Bacsinszky wird am Montag oder am Dienstag auf die "Lucky-Loserin" Silvia Espinosa-Soler (WTA 127) treffen.
Viktorija Golubic steht im Hauptfeld der French Open und bestätigt damit ihre bestechende Form. In der ersten Runde trifft sie auf Alison Riske (WTA 88)
Stan Wawrinka startet die Mission Titelverteidigung gegen den Tschechen Lukas Rosol (ATP 61).
Viktorija Golubic steht im dritten Satz. Spannung pur auf Platz 16.
Wegen einem viralen Infekt musste der Franzose Gaël Monfils (ATP 14) seine Teilnahme für das French Open absagen
Roger Federer muss für Paris Forfait geben. Es ist nach 65 Teilnahmen in Serie das erste Grand-Slam-Turnier das Federer verpasst.
Stan Wawrinka tritt in Paris als Titelverteidiger an und gilt nach der Absage von Roger Federer als einzige Schweizer Hoffnung.

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Keystone

Angesichts des speziellen Verlaufs der Partie war es wenig überraschend, dass bei beiden Protagonistinnen der mentale Aspekt im Mittelpunkt der Analyse stand. Das Zweitrundenduell war für beide eine Frage des Kopfs. Und nur Timea Bacsinszky fand letztlich die richtige Antwort. «Ich kann nicht in die Köpfe der anderen Spielerinnen schauen, diese Gabe habe ich nicht. Ich finde es schon schwierig genug, mich auf mich selber und mein Spiel zu konzentrieren», erklärte die Schweizerin lachend, als sie gefragt wurde, was wohl im Kopf ihrer Gegnerin vorgegangen sei in der Phase, als Bacsinszky zehn Spiele in Serie gewann. «Mein Ziel war es, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und das ist mir gut gelungen.» Dank ihrer Gelassenheit gelang es der Lausannerin auch, ruhig Blut zu bewahren, als ihr der Start in die Partie missriet. «Ich weiss, dass solche Spiele sehr lange dauern können und entsprechend viel passieren kann. Gut war, dass es mir gelang, meine Taktik anzupassen.»

«Das Gehirn ist wie ein Muskel»

Eugénie Bouchard, die für ihren Einbruch auch keine einleuchtende Erklärung hatte, bemerkte, dass Tennis zu 90 Prozent aus mentaler Stärke bestehe: «Das Gehirn ist wie ein Muskel. Man muss es trainieren. Das versuche ich, damit ich in dieser Beziehung wieder aus das Niveau komme, welches ich zu meinen besten Zeiten hatte. Im letzten Jahr habe ich diese Stärke nie ausnützen können.» Jetzt hat die Kanadierin wieder Zeit, ihre mentale Baustelle zu pflegen.

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