Fussball 2. Liga
Vor dem Rückrundenstart: Viele Trainerwechsel bewegen die Region

Die Clubs der 2. Liga interregional starten am Wochenende in die Rückrunde. Bei drei der fünf regionalen Mannschaften gab es einen Trainerwechsel.

Paul Ulli
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Der neue Mann an der Dornacher Seitenlinie: Sandro Kamber.

Der neue Mann an der Dornacher Seitenlinie: Sandro Kamber.

Uwe Zinke

In der langen Winterpause gab es bei den Fans des Amateurfussballs eigentlich nur ein Thema. Das oft zitierte Trainerkarussell drehte sich in der Region Nordwestschweiz besonders schnell. Von fünf regionalen Mannschaften der Gruppe 3 gab es gleich bei drei Vereinen einen Trainerwechsel. Während dem sich beim SV Muttenz auf Grund der äusserst prekären Tabellensituation eine personelle Veränderung aufdrängte, kommen die Trainerwechsel beim SC Dornach und bei der AS Timau doch ziemlich überraschend.

2. Liga inter 3. Gruppe

1. Allschwil 13/29

2. AS Timau 13/27

3. Bern 13/26

4. Prishtina Bern 13/25

5. Langenthal 13/24

6. Binningen 13/19

7. Dornach 13/19

8. Tavannes/Tramelan 13/18

9. Lerchenfeld 13/18

10. Konolfingen 13/17

11. Moutier 13/13

12. Bümpliz 78 13/8

13. Muttenz 13/7

14. Grünstern 13/5

Doch alles der Reihe nach. In Muttenz musste Sandro Kamber nach einer sehr bescheidenen Vorrunde mit mageren 7 Punkten aus 13 Spielen seinen Stuhl räumen. Bei den Unterbaselbietern wählte man eine interne Lösung, bei der der bisherige Sportchef Andy Häfliger das Traineramt übernahm und das Team vor dem drohenden Abstieg in die regionale 2. Liga retten soll.

Das Rückrunden-Startspiel der Muttenzer wird dabei gleich zu einem kapitalen Match. Gegner auf dem Margelacker ist der SC Bümpliz 78, der nur gerade mal einen Zähler mehr auf dem Konto hat. «Es wird für uns nur solche ‹Finalspiele› geben, doch wir sind nach einem zehntägigen Trainingslager in der Dominikanischen Republik und dem Sieg vom vergangenen Wochenende in der Cup-Qualifikation gegen Ligakonkurrent Lerchenfeld sicher gut vorbereitet», sagt der neue Mann an der Seitenlinie zuversichtlich.

Dicke Luft zwischen Trainer und Spieler

Sein entlassener Vorgänger wechselte seinerseits wenig überraschend zum SC Dornach, wo er schon vor Beginn der Saison 2016/17 Anwärter auf den Trainerposten war. Den Solothurner scheint eine ruhige Rückrunde bevorzustehen, da die Mannschaft zurzeit einen gesicherten Mittelfeldplatz belegt.

Der Grund für die Trennung des SC Dornach und seinen Trainern Stefan Krähenbühl und Yves Kellerhals lag offensichtlich darin, dass sich einige Akteure und das Trainerduo nicht immer richtig verstanden haben, was allerdings wenig mit sprachlichen Problemen zu tun gehabt haben soll.

Bleibt noch Aufsteiger AS Timau, der mit seinem aktuell zweiten Platz in der Vorrunde für Furore sorgte. Doch ist ein solcher sportlicher Effort noch längst keine Gewähr für einen Trainerposten. Dies musste Ergün Ercedogan schmerzlich erfahren, als ihm von Vereinsseite her mitgeteilt wurde, dass er im Frühjahr nicht mehr Trainer des erfolgreichen Teams sein würde. Diese Aufgaben hat Davide Quaranta mit seinem Assistenten Remo Castaldo übernommen.

Zwei Teams in ruhigen Gewässern

Dass sich Konstanz aber auch bei der Trainerverpflichtung auszeichnet, beweist der FC Allschwil. Die Baselbieter führen mit ihrem langjährigen Trainer Sohail Bamassy die Tabelle an und haben klare Vorstellungen in Sachen Zielsetzung: «Wir wollen da oben bleiben und die exzellente Leistung der Vorrunde bestätigen. Mit unserem Winter-Turnier und einem Weekend auf den Wasserfallen hoffen wir die Basis für die Verteidigung der Leaderposition gelegt zu haben.»

Zwar hat mit Daniel Stucki der Trainer-Assistent und Verteidiger den Verein in Richtung FC Aesch verlassen, er wird aber eloquent von Rückkehrer Yannick Rahmen ersetzt. Ausserdem ist mit Jeton Abazi ein interessanter Offensivspieler zu den Schwellheimern gestossen. Bleibt noch der SC Binningen, der unter seinem Übungsleiter Alain Roussel einen sicheren Mittelfeldplatz einnimmt und auch in naher Zukunft Eigengewächse in die 1. Mannschaft integrieren will.

Das Hoffen auf Derbys

Der FC Liestal und NK Pajde spielen, aus was für Gründen auch immer, nicht in der gleichen Gruppe wie die anderen fünf regionalen Clubs. In der Gruppe 5 hat sich NK Pajde in der Spitzengruppe etabliert und bei den Kantonshauptstädtern hofft man, schnell die notwendigen Punkte zur Sicherung des Ligaerhalts einfahren zu können. Dies alles auch in der Hoffnung, dass der Schweizerische Fussballverband beide Vereine auf die neue Saison hin in der sogenannten Nordwestschweizer-Gruppe einteilt und dadurch wieder die immer gut besuchten Derbys stattfinden würden.

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