RTV 1879 Basel
Meisterschaftspause ist vorbei: Der RTV Basel hat das Ziel vor Augen

Nach dem Abstieg aus der NLA im vergangenen Frühling hatten Pessimisten ein düsteres Bild für die Zukunft des bedeutendsten Handballklubs der Nordwestschweiz gezeichnet. Doch die kritischen Geister wurden Lügen gestraft. Dem RTV gelang es, eine überaus kompetitive Mannschaft zusammenzustellen, welche in den 13 Spielen der Hinrunde eine Klasse für sich war.

Meinrad Stöcklin
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Nach einer sechswöchigen Meisterschaftspause geht für die NLB-Handballer des RTV 1879 Basel am kommenden Wochenende die Meisterschaft weiter.

Nach einer sechswöchigen Meisterschaftspause geht für die NLB-Handballer des RTV 1879 Basel am kommenden Wochenende die Meisterschaft weiter.

Kenneth Nars

Mit der einzigartigen Serie von 13 Siegen in 13 Spielen ging der RTV als souveräner und fast schon einsamer Tabellenführer in die Weihnachtspause – Schlusspunkte bildeten die Erfolge im Heimderby gegen den damaligen Tabellenzweiten TV Möhlin (29:22) sowie der 34:31-Auswärtssieg bei den ambitionierten Lakers Stäfa.

In der aktuellen Rangliste hat der RTV nach der Hälfte des Programms bereits sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger (STV Baden) und gar acht Punkte mehr als der aktuell drittplatzierte TV Möhlin. Zudem verfügt der RTV über das mit Abstand beste Torverhältnis, was de facto einem weiteren Punkt gleichkommt.

Als starkes Kollektiv überzeugt

Der Modus besagt, dass nach dem Ende der Qualifikationsphase am 5. Mai (total 26 Spiele) die beiden Erstplatzierten eine Playoff-Runde nach dem Modus «best of five» bestreiten und so den Aufsteiger in die NLA ausspielen. Das heisst also maximal fünf Spiele, und zwar innert 13 (!) Tagen zwischen dem 12. Mai und maximal 24. Mai, je nach Verlauf. Der Sieger dieser Playoff-Runde steigt auf, der Verlierer verbleibt definitiv in der Nationalliga B.

Nach der Siegesserie im Herbst verlief die Meisterschaftspause in Minne und die nach dem strengen Programm im Herbst angeschlagenen Spieler (fast alles Amateure) fanden die nötige Zeit zur Regeneration. Aktuell sind alle Akteure gesund und brennen darauf, dass es wieder losgeht. Veränderungen im Kader gab es keine.

Cheftrainer Samir Sarac will die weisse Weste wahren: «Am Ende zählt der Sieg.»

Cheftrainer Samir Sarac will die weisse Weste wahren: «Am Ende zählt der Sieg.»

Kenneth Nars

Der RTV überzeugte im Herbst in erster Linie als starkes Kollektiv mit einer hervorragenden Mischung aus Routiniers und jungen Spielern. Zentrale Pfeiler waren der Liga-Topskorer Rares Jurca (101 Tore in 12 Spielen), Spielmacher Tibor Jurjevic, Routinier Igor Stamenov, der litauische Nationaltorhüter Aistis Pažemeckas sowie Kreisläufer Dick Hylkén.

Cheftrainer Samir Sarac bot seine Mannschaft bereits am 3. Januar wieder zum Training auf. Seither wird praktisch täglich trainiert, um im Hinblick auf die beiden ersten Spiele, welche der RTV auswärts zu bestreiten hat, bereit zu sein. «In den Spielen bei den starken Aufsteigern HS Biel (am Samstag) und BSV Stans müssen wir voll konzentriert sein, um unsere weisse Weste zu wahren. Am Ende zählt nur der Sieg», so Sarac.

Auch wenn sehr vieles darauf hindeutet, dass der RTV die Aufstiegs-Playoffs problemlos erreicht, treten die Verantwortlichen bewusst auf die Euphoriebremse. «Zielsetzung ist und bleibt ein Platz unter den ersten vier, danach schauen wir weiter», lautet das Credo.