Basketball
Kein Happy-End für die Starwings

Wie schon im Heimspiel verlieren die Starwings gegen SAM Massagno in der Verlängerung. Diesmal aber äusserst knapp mit 93:95.

Georges Küng
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Die Starwings verlieren gegen SAM Massagno.

Die Starwings verlieren gegen SAM Massagno.

Juri Junkov/Fotograf

Vergleiche zwischen den Luganesi und Starwings scheinen in dieser Saison 2015/16 „epische Duelle“ zu sein, denn bereits im Heimspiel gegen die Südschweizer musste das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat in die Verlängerung gehen, um die Partie zuletzt klar zu verlieren (84:93). Am Samstag, zum Abschluss des Qualifikation-Programmes, mussten Tessiner und Baselbieter sogar zwei fünfminütige Overtimes bestreiten, um den Sieger zu küren. Und auch diesmal behielt SAM Massagno das bessere Ende für sich. Vor drei Wochen hatten die Starwings bei ihrem Gastspiel in Lugano gegen die „grossen“ Tigers ebenfalls eine Verlängerung bestreiten müssen – und hatten triumphiert.

Gegen Massagno lagen die Gäste nach 17 Minuten mit 41:23 in Führung, denn das Starwings-Stamm-Quintett zeigte sich von seiner besten Seite. Das Kollektiv funktionierte, Ballverluste hielten sich (noch...) im Rahmen und die Wurfquote respektive Treffsicherheit war hoch, während der Gastgeber von der 11. bis 20. Minute wie ein wilder Hühnerhaufen auftrat. Die Hoffnung hiess Quinton Day – der amerikanische Spielmacher war sozusagen, supportiert von Landsmann Jeffrey Crockett, die dritte Partei in diesem unterhaltsamen Match zweier Teams, die veritable „Up and Downs“ hatten.

Doch nach der Pause waren die beiden Mannschaften wie verwandelt. Bei den Gästen lief nun nichts mehr zusammen. Und aus dem komfortablen Vorsprung wurde innert sechs Minuten ein Gleichstand. Danach lebte die Partie von der Spannung, wobei die Rasse die Klasse bei weitem überwog. Eine jede Equipe hätte die Partie, ohne Verlängerung, für sich entscheiden können. Und auch in den Verlängerungen zeigten einige Akteure Nervenflattern bei Freiwürfen oder vermeintlich leichten Korblegern (hier sündigten besonders die Starwings).

Mit einem Erfolg wären die Starwings auf Platz 7 vorgerückt, denn Boncourt verlor zuhause gegen Union Neuchâtel. Anstatt wie nun gegen den Qualifikationsgewinner Fribourg Olympic spielen zu müssen, wäre die Equipe von Trainer Roland Pavloski dem Schweizer Meister Les Lions de Genève gegenüber gestanden. Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass beide Aufgaben für die Starwings nicht lösbar sind. Gerade in den Viertelfinal-Playoffs (best-of-five) wird die Rotation und die Breite des Kaders eine noch grössere Rolle spielen. Auch gegen ein bescheidenes Massagno, dessen drei Ausländer (die beiden US-Profis plus der serbische Center Milos Jankovic, der sich gleich 17 Rebounds notieren liess) zusammen gleich 63 (!) von 80 Würfen nahmen, waren die Bankspieler der Deutschschweizer überfordert und de facto inexistent. Daran wird sich auch nichts ändern, was im Hinblick auf die kommende Spielzeit 2016/17 allen grosses Kopfzerbrechen bereiten sollte. Da sind die Playoff-Matches gegen Rekordmeister und Renommierklub Fribourg Olympic ein verdientes Supplement und krönen eine ordentlich gute Saison 2015/16.

SAM Massagno – Starwings 95:93 (82:82; 75:75; 25:41) nach Verlängerung

Palamondo (Cadempino). – 300 Zuschauer. – SR: Michaelides/Marmy/Balletta.

Massagno: Day (40), Varidel, Grüninger (2), Crockett (26), Jankovic (16); Martino (2), Appavou, Ishiodu (3), Bracelli (6); Savon.

Starwings: Ross (12), Kostic (13), Fuchs (22), Burnatowski (28), Upson (16); Verga (2), Sager, Lutz; Malisanovic.

Bemerkungen: Massagno ohne Andjelkovic (verletzt). - Starwings ohne Duspara, Matter (beide verletzt) und Wachsmuth (Auslandsaufenthalt). – Viertelsresultate: 20:23, 5:18 (25:41); 18:13 (43:54), 32:21 (75:75); 7:7 (82:82) und 13:11 (95:93). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 45. Jankovic und 50. Upson – Fouls: SAM 18, Starwings 14.

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