Judo Club-EM
Evelyne Tschopp mit Cortaillod Team-Vize-Europameisterin

Zum Saisonende 2014 reiste die Muttenzerin Evelyne Tschopp vor Weihnachten nach Amsterdam an die Judo Team-Europameisterschaft. Sie ist eine der Stützen des JC Cortaillod (NE).

Drucken
Teilen
Evelyne Tschopp (SUI, weiss) wirft Grol (NED, blau) Ippon

Evelyne Tschopp (SUI, weiss) wirft Grol (NED, blau) Ippon

Zur Verfügung gestellt

Das Team setzte sich zum 40-jährigen Jubiläum des Vereins zum Ziel, eine Medaille aus Holland mit nach Hause zu bringen. Das zweite Saisonziel, den Schweizer Mannschafts-Meistertitel, hatte das Damen-Judoteam bereits geschafft. Der Club war am Vorabend der Abreise noch an der Preisverleihung des Sportpreises des Kantons Neuenburg, wo sowohl der Verein (Team des Jahres), als auch Tschopp (Nachwuchssportlerin des Jahres) nominiert waren. Evelyne Tschopp musste sich mit dem Ehrenplatz begnügen, da die Fechterin Pauline Brunner mit ihrem Europameister-Titel das Rennen für sich entscheiden konnte. Bei den Teams gewann etwas überraschend der FC Xamax Neuenburg.

Erst im Final gestoppt

In Amsterdam zog der top gesetzte JC Cortaillod zuerst ein Freilos. In der zweiten Runde hiess der Gegner Haarlem. In der Klasse bis 57 kg kämpfte Tschopp gegen Carla Grol. Tschopp gelang ein Ipponsieg gegen die international bekannte Holländerin, sie punktete mit einem O-uchi-gari Fusswurf. Im Halbfinale hiess der Gegner Geneviève Saint Sport, ein Team aus Frankreich. Tschopps Gegnerin war die 33-jährige Cindy Madelrieux. Es war der letzte Kampf der Runde und es stand 2:2, Tschopp musste die Entscheidung herbeiführen, was sie auch tat: sie besiegte die Französin mit einem Yuko (kleine Wertung) für ihren tiefen Schulterwurf (Seoi-nage). Damit war die Finalteilnahme geschafft und die Medaille auf sicher. Die Freude des Teams war in der gut besetzten Halle riesig. Der Finalkampf schliesslich wurde zwischen Cortaillod und Speyer ausgetragen. Tschopp erhielt als Gegnerin Johanna Müller, die sie bereits aus der Bundesliga kannte. Müller hatte letztes Mal gegen Tschopp verloren und wollte natürlich diese Scharte auswetzen. Die Deutsche holte ihrem Team dann auch den Sieg, indem sie die Schweizerin mit einem Tai-otoshi werfen konnte.

Ab in die Champions League

Mit der Silbermedaille dennoch hoch zufrieden trat das Schweizer Clubteam die Heimreise an. Im nächsten Jahr ist der Verein damit in der Champions League, dem höchsten Clubwettbewerb, erstmals startberechtigt.

Aktuelle Nachrichten