Basketball
Die Starwings Basel haben stark begonnen und desolat aufgehört

Die Starwings aus Basel verloren beim Rekordmeister Fribourg nach einer starken ersten Halbzeit zuletzt doch noch deutlich mit 55:95 (30:33).

Georges Küng
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Die Basler Basketballer bauten nach einem guten Beginn in die Partie stark ab (Archivbild).

Die Basler Basketballer bauten nach einem guten Beginn in die Partie stark ab (Archivbild).

Juri Junkov/Fotograf

Als nach elf Minuten von der Anzeigetafel ein 15:25 aufleuchtete, glaubten einige, die Starwings könnten ihren Sensationssieg von der Woche in Lugano bei einem zweiten Landesgrossen wiederholen. Dem war aber nicht so. Von einem allfälligen Triumph waren die Unterbaselbieter sehr weit entfernt – und zuletzt gab es eine ernüchternde 30-Punkte-Niederlage. Wer in knapp 30 Minuten ein 30:70 kassiert, darf sich nur als Trainingspartner, meist in Form eines Spielballes, sehen.

Bei Vollkräften meist auf Augenhöhe

Solange das Stammquintett der «Wings» bei Vollkräften ist und keine Foulbelastung aufweist, spielt das Birstaler Kombinat gegen jeden Rivalen einigermassen auf Augenhöhe mit. Weil aber im heutigen Basketball niemand über 40 Minuten voll durchspielen kann und eine Rotation von mindestens acht bis zehn gleichwertigen Akteuren vonnöten wäre, sind die «Wings» gegen Widersacher, welche diesen Anforderungen einigermassen gerecht werden, heillos überfordert.

Mit Philipp Sager kommt ein 6. Mann aufs Spielfeld, der zwar punktemässig seit Monaten nicht mehr in Erscheinung getreten ist, reboundmässig jedoch seinen Mann stellt. Der junge Aargauer liess sich fünf Rebounds in 15 Minuten notieren. Mit dem 7. Mann herrscht jedoch im Starwings-Spiel «tiefste Nacht» – auch zu viert würde man nicht schwächer, teils desolater agieren.

In den Playoffs wieder gegen Fribourg?

Noch stehen zwei Qualifikationspartien (zuhause gegen das bis dato punktelose Winterthur und im Tessin gegen die SAM Massagno) aus. Dann wird das Deutschschweizer Aushängeschild in den Playoffs auf den Qualifikationssieger treffen. Dies könnte erneut Fribourg Olympic sein. Oder Co-Leader Union Neuchâtel. Es droht aber auch eine lange Reise nach Genf zum Schweizer Meister Les Lions de Genève. Die Geschichte dieser Playoffs, wo noch mehr die Intensität und das Rotationsprinzip spielen wird, dürfte eine kurze sein: Drei Matches mit zwei Auswärtsfahrten und drei Niederlagen.

Danach bleibt viel Zeit, um das Kader so zu verstärken und vor allem in der Breite zu stärken, dass Cheftrainer Roland Pavloski nicht mehr Basketball aus der Steinzeit spielen lassen muss, weil er ganze fünf Akteure verfügt, die Nationalliga-A-Niveau haben. Sobald einer fehlt, folgt ein Bruch und verkommt das Ensemble zu einem inferioren Haufen, das in der obersten Spielklasse nichts mehr zu suchen hätte...

Fribourg Olympic – Starwings 85:55 (33:30)

Saint-Léonard. – 800 Zuschauer. – SR: Michaelides/Wirz/Pillet.

Fribourg: Wright (15), Kazadi (21), Miljanic, Cotture (13), Williamson (14); Kovac (17), Fongué (4), Jurkowitz (1), Leemans, Monteiro; Molteni.

Starwings: Ross (15), Kostic (3), Fuchs (9), Burnatowski (19), Upson (9); Sager, Verga, Lutz; Malisanovic.

Bemerkungen: Fribourg ohne Nationalspieler Molteni (rekonvaleszent/geschont) sowie Mbala und Damjanovic (beide verletzt). – Starwings ohne Matter (verletzt), Duspara (rekonvaleszent) und Wachsmuth (Auslandsaufenthalt). – Viertelsresultate: 15:23, 18:7 (33:30); 19:14 (52:44) und 33:11 (85:55). – Fouls: Fribourg 17, Starwings 13.

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