Eishockey
Die Sharks dürfen weiter auf eine Rettung hoffen

Die Liga unterstützt die Rettungsbemühungen der Basel Sharks mit einem «Transfer-Waffenstillstand» und die Spieler sind zum Lohnverzicht bereit.

Klaus Zaugg
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Die Basler stemmen sich gegen den Konkurs.

Die Basler stemmen sich gegen den Konkurs.

KEYSTONE

Die Bilanz ist deponiert und der Konkurs beantragt. Aber noch ist Basel nicht verloren. «Wir haben den Juni-Lohn nicht bekommen. Aber wir arbeiten alle mit Hochdruck an einer Lösung», gibt sich Geschäftsführer Pascal Suter kämpferisch.

Rettung ist keine Utopie

Auch die Liga glaubt noch an eine Rettung. Gestern haben sich die NLB-Klubvertreter in Ittigen im Hause des Sportes getroffen und beschlossen, vor der Konkurseröffnung keinen Spieler der Basel Sharks zu verpflichten. Verhandeln ja. Unterschreiben nein. Trainer Dino Stecher bestätigt auf Anfrage, die Spieler seien solidarisch und bereit, mit einem Salärverzicht von bis zu 10 Prozent einen Beitrag zur Rettung zu leisten. Der Beschluss ist an einer Teamsitzung gefasst worden. Von der Verzichtsaktion sind die beiden ausländischen Spieler ausgenommen.

Die Zeit wird knapp

Allerdings drängt die Zeit. Bis zum 7. Juli braucht es zumindest einen Rettungsplan, der den Konkursrichter dazu veranlasst, die Konkursfrist zu verlängern. Im Zentrum der Anstrengungen steht die Suche nach einem Investor, der seine Zusage bis zum 7. Juli macht. Zudem ist ein Verein gegründet worden, der im Falle einer Rettung den Spielbetrieb subventionieren will. Die Verhandlungen um eine Übernahme des Gastronomie-Betriebes durch den Klub sind auf guten Wegen.

48 Partien bei Rückzug

Die Liga hat gestern auch entschieden, was passiert, wenn Basel doch Konkurs geht. Dann gibt es 48 Spiele in 60 Runden. Jeder spielt gegen jeden je dreimal auswärts und zu Hause. Ergibt 48 Partien in der Qualifikation. Dafür sind aber 60 Runden notwendig. Weil eines der 9 Teams jeweils einen Ruhetag hat.