Eishockey NLB
Basler Sharks verlieren gegen Langenthal nach Verlängerung

Beiden Teams wollten auf keinen Fall verlieren, weil sie schon zu oft haben in dieser Saison. Nach 60 Minunten stand es folgerichtig 2:2. In der 64. Minute schlug Jeff Campbell zu. Der Langenthaler Ausnahmekönner schiesst die Basler ins Elend.

Jonas Burch
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Der Basler Kim Scheidegger wird von Patrick Meyer bedrängt.

Der Basler Kim Scheidegger wird von Patrick Meyer bedrängt.

Aeschbach

Die Serie fortsetzen - die Basler wollen es unbedingt, die Langenthaler auf keinen Fall. Für die Sharks geht es im vierten NLB-Heimspiel um den vierten Sieg vor eigenem Publikum, für Langenthal um die sofortige Einstellung der unheimlichen Serie von fünf Niederlagen in Folge. Mit dem Vorsatz «Schlimmer geht's nimmer» und dem Wissen, das man die Basler in der letzten Saison auswärts noch mit 8:1 geschlagen hat, ging der SCL in der St. Jakob-Arena aufs Eis. An mehr können sich die Oberaargauer derzeit nicht festhalten. Basel trat nach dem 6:5-Sieg gegen Sierre, wo man einen 1:4-Rückstand noch drehen konnte, mit breiter Brust an.

Gegner begann zu kämpfen

Was dann aber folgte, war ein Abtasten beider Teams. Sprich: wenig Chancen, wenig Unterhaltungswert. Ein erstes Ausrufezeichen setzte dann Sharks-Stürmer Evgueni Chiriayev in der 16. Minute mit dem 1:0. Es war kein absehbares, aber anhand des Spielverlauf gerechtes Tor. Die Gäste machten bis dahin nicht den Eindruck, mit aller Macht aus der Negativspirale herauszukommen. Lag es an der Verunsicherung? Am fehlenden Willen? Schwer zu sagen. Auch im zweiten Drittel waren es die Basler, die auf den nächsten Treffer drückten. Marvin Frunz verpasste es zwei Mal zu erhöhen, ehe Pascal Wittwer in der 30. Minute mit einem Schuss in die obere Torecke das längst verdiente 2:0 markierte. Licht aus für den Gast? Nein, denn Langenthal begann zu fighten. «Kämpfe u siigä» stand auf dem Plakat der mitgereisten Gäste. Die Spieler schienen verstanden zu haben. In der 37. Minute war es SCLs Brent Kelly, der den Puck zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie brachte. Die Spannung war zurück.

Campbell macht den Unterschied

Pascal Wittwer und Jeff Campbell waren dann so was wie die Hauptfiguren im Schlussdrittel. Wittwer verpasste in der 44. Minute die Vorentscheidung für das Heimteam, Campbell vergab in der 53. Minute man kann schon sagen kläglich den Ausgleich. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben: Drei Minuten vor Schluss netzte der Kanadier doch noch zum 2:2-Ausgleich ein. Bitter für den EHC, Balsam für Langenthal. In der Verlängerung war es dann wieder Teufelskerl Campbell, der in der 64. Minute den Sieg für den SCL sicherte. Was zum Schluss bleibt, sind zwei gerissene Serien: Basel verliert erstmals in dieser Saison ein Heimspiel, Langenthal gewinnt erstmals nach fünf Niederlagen in Folge. Das dürfte den Gästen aber egal sein.Eishockey
Matchtelegramm
Basel - Langenthal 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) n.V.
St. Jakob. - 1378 Zuschauer. - SR Wiegand, Huguet/Wermeille. - Tore: 16. Jewgeni Schirjajew (Pienitz, Frunz) 1:0. 30. Pascal Wittwer (Olivier Schäublin/Ausschluss Kim Scheidegger!) 2:0. 37. Kelly (Tschannen, Yves Müller/Ausschluss Jewgeni Schirjajew) 2:1. 58. Campbell (Cadonau/Ausschluss Jonathan Roy) 2:2. 64. (63:58) Campbell (Yannick Bodemann, Guyaz) 2:3. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Basel, 5mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Basel: Leimbacher; Scheidegger, Schäublin; Gartmann, Wright; Sataric, Pienitz; Wüthrich, Jöhl; Arnold, Roy, Loichat; Frunz, Chiriaev, Vögele; Scherwey, Gartmann, Wittwer; Gfeller, Theodoridis, Boss.
Langenthal: Eichmann; Müller, Cadonau; Guyaz, Wolf; Marc Leuenberger, Rouiller; Minder; Kelly, Campbell, Tschannen; Lemm, Bodemann, Meyer; Kämpf, Dommen, Carbis; Hobi, Lüssy, Moser.
Bemerkungen: Basel ohne Heinis, Weisskopf, Gerber und Leuenberger Kaj (alle verletzt). Langenthal ohne Bucher, Holenstein und Schefer (alle verletzt).

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