Judo
Basler Medizinstudentin Evelyne Tschopp gewinnt Swiss Student Sport Award

Die Schweizer Judo-Olympia-Hoffnung Evelyne Tschopp ist anlässlich der ordentlichen Delegiertenversammlung des Schweizer Hochschulsport-Verbandes mit dem Swiss Student Sport Award ausgezeichnet worden.

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Reta Tschopp nimmt den Preis in Vertretung ihrer Tochter im Haus des Sports in Bern entgegen.

Reta Tschopp nimmt den Preis in Vertretung ihrer Tochter im Haus des Sports in Bern entgegen.

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Am Samstag hat im Haus des Sports die ordentliche Delegiertenversammlung des Schweizer Hochschulsport-Verbandes SHSV stattgefunden. Anlässlich der Delegiertenversammlung sind die Swiss Student Sport Awards vergeben worden: Der SHSV hat die mit 1500 Franken dotierte Auszeichnung bei den Frauen der Judo-Olympia-Hoffnung Evelyne Tschopp (Gewichtsklasse -52 kg) und bei den Männern dem im Frühling zurückgetretene Skirennfahrer Sandro Boner verliehen. Dies für ihre ausserordentlichen Leistungen an den jeweiligen Universiaden.

Evelyne Tschopp holte an der Sommeruniversiade im koreanischen Gwangju 2015 Bronze. Die
Basler Medizinstudentin hat noch intakte Chancen, sich für die Olympischen Spiele in Rio zu
qualifizieren. Der Bünder Sandro Boner seinerseits ist gar der erfolgreichste Schweizer Hochschulsportler an Universiaden aller Zeiten. Nach den drei Goldmedaillen im chinesischen Harbin 2009 (Super-G, Abfahrt und Gesamtwertung Ski Alpin) gewann der Wirtschaftsstudent 2015 in Granada zweimal Gold (Super-Kombination und Gesamtwertung Ski Alpin) sowie Bronze (Super G).

Geehrt für Medaillengewinne an den beiden Universiaden 2015 wurden ausserdem: der Kunstturner Marco Walter und das Männer Handballteam (Sommeruniversiade), sowie Ramon Zenhäusern, Simona Meiler, Carla Somaini, Celia Petrig, Timothé Henzi, das Curling-Frauenteam und Patrizia Kummer (Winteruniversiade). Die Goldmedaille in Granada war für die Gewinnerin des diesjährigen Disziplinen-Weltcups im Parallelslalom Patrizia Kummer ein ganz spezieller Erfolg. Nach Platz 7 2011 und Platz 4 2013 hat es – bei der aufgrund der Altersbeschränkung letzten Teilnahme an einer Universiade – nach ganz vorne gereicht.

Winteruniversiade in der Schweiz

Der SHSV und seine Mitglieder haben gestern aber nicht nur ihre erfolgreichen Athleten und
Athletinnen gefeiert, sondern auch die erfolgreiche Kandidatur der Zentralschweiz für die
Winteruniversiade 2021. Beat Hensler, Mitglied des Bewerbungskomitees, präsentierte den Anwesenden den aktuellsten Stand des Projekts und liess den erfolgreichen Moment der Vergabe in Brüssel noch einmal Revue passieren. Wie speziell dieser Moment war, bestätigen auch der SHSV-Präsident Andreas Csonka und der Geschäftsführer Leonz Eder, die ebenfalls in Brüssel vor Ort waren. Andreas Csonka beschreibt es so: «Wir haben vor 12 Jahren in unserer Strategie festgelegt, dass wir eine Universiade in der Schweiz durchführen wollen. Die sorgfältige Arbeit hat sich in Brüssel ausbezahlt. Wir sind sehr glücklich – das wird ein besonderes Highlight für den Schweizer Hochschulsport.»

Von der erfolgreichen Kandidatur erhofft sich der Schweizer Hochschulsport-Verband nicht
zuletzt auch ein Schaufenster für eines der Kernthemen des Verbandes – die bessere Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium. Zur Bearbeitung dieses Thema ist Anfang 2015 ein spezielles Projekt lanciert worden. Projektkoordinator Emanuel Antener berichtete an der
gestrigen Delegiertenversammlung über die ersten Erkenntnisse: So würden beispielsweise
mehr als jede/jeder Dritte aller Schweizer Spitzensportlerinnen und Spitzensportler ein
Hochschulstudium absolvieren und seien somit von der sogenannten «Dualen Karriere»
betroffen. Dies gilt auch für die beiden frisch gebackenen Swiss Student Award Gewinner.

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