Es war ein Abend zum Vergessen. Bereits die Anfahrt war eine mühsame Sache. Fast drei Stunden dauerte die Fahrt nach Thun wegen mehreren grossen Staus. So kam Mannschaft und Trainer erst kurz vor Spielbeginn in der Gotthelf-Halle an. Aber zuerst Gratulation an den DHB Thun für eine gute Leistung und einen verdienten Sieg.

Die Thunerinnen spielten eine solide Partie mit wenigen Fehlern, so wie man das kennt. Das reicht seit zwei Jahren gegen die vier hinteren Mannschaften zu gewinnen, aber es reicht nicht oder nicht ganz, um einen der drei «Grossen» zu schlagen. Aber es braucht eben eine tadellose Einstellung von jedem, gegen diesen Gegner 60 Minuten zu kämpfen, zu laufen und nie nachzulassen.

Erst Führung, dann Timeout

Und das war am Mittwochabend bei einigen nicht unbedingt der Fall. Die ersten Minuten begannen ausgeglichen und erst um die zehnte Minute herum gelang es Thun, erstmals mit zwei Toren in Führung zu gehen (5:3). Die Mannschaft von Cheftrainer Bachmann konnte diese Führung gut behaupten und sogar leicht ausbauen, was den Basler Trainer in der 16. Minute zu einem Timeout bewog.

Aber Basel konnte an diesem Mittwoch eine gewisse Lethargie nicht abstellen. Der DHB Rotweiss Thun auf der anderen Seite spielte konsequent weiter und konnte in der 25. Minute erstmals mit fünf Toren in Führung gehen (14:9). Nur die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gelangen Thun nicht so gut. Es waren die Baslerinnen, welche zwei Tore aufholen konnten und mit einem 15:12 ging es in die Pause.

Starke Thunerinnen an den Flügeln

Der Start in die zweite Halbzeit gelang Basel wiederum ganz gut und nach 35 Minuten stand es plötzlich nur noch 18:17 für die Thunerinnen. Das gefiel dem Thuner Trainerduo gar nicht und sie bezogen ein Timeout, welches für den weiteren Verlauf deutliche Wirkung zeigte.

Während Basel in den nächsten Minuten zu viele technische Fehler/Ballverluste zu beklagen hatte, legte Thun einen Zahn zu. Die Baslerinnen bekamen die beiden Flügelspielerinnen Schmied und vor allem Zurbuchen immer weniger in Griff und nach gut 46 Minuten stand es vorentscheidend 27:20 für den DHB Thun. Damit war das Spiel gelaufen.

Die letzten 15 Minuten verwaltete der DHB Thun seinen deutlichen Vorsprung und konnte am Ende einen verdienten 33:24–Erfolg feiern. Leider konnten die Baslerinnen nicht an die guten, respektive sehr guten letzten drei Spiele anschliessen. Aber man braucht deswegen den Kopf nicht in den Sand zu stecken, man weiss, dass man in der Lage ist, den DHB Thun zu schlagen, nur muss dafür vieles besser stimmen und besser klappen als gestern Abend.