Volleyball
Am topvolley beginnt eine neue Zeitrechnung

Das Women’s Top Volley International wird in der Altjahreswoche erstmals ohne „Turniervater“ Christoph Socin über die Bühne gehen. Der neue Organisator Eventcourt setzt bei der 26. Ausgabe des Traditionsturniers in vielen Bereichen auf Kontinuität.

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Das topvolley Basel verspricht auch in diesem Jahr wieder Spannung.

Das topvolley Basel verspricht auch in diesem Jahr wieder Spannung.

Keystone

Die grösste Neuerung betrifft den visuellen Auftritt des Turniers. Das bisherige Turnierformat wird dagegen ebenso beibehalten wie der Gratiseintritt für die Fans. Auch viele langjährige Partner halten dem topvolley die Treue. Bei den Teilnehmern zeichnet sich wiederum eine Top-Besetzung ab: Vier von sechs Teams des 26. topvolley sind bereits bekannt.

Die Turnierübergabe von Christoph Socin, der das topvolley 1989 ins Leben gerufen und während 25 Austragungen die Fäden in der Hand gehalten hatte, verlief reibungslos und sehr freundschaftlich. „Christoph Socin hat uns in der beinahe ein Jahr dauernden Übergangsphase einen tiefen Einblick in sein ‚Lebenswerk‘ gegeben und uns in Basel viele Türen geöffnet“, blickt die neue Projektleiterin Erika Herzig von der in Zürich beheimateten Eventcourt AG zurück.

Dank der grossen Unterstützung des im Raum Basel bestens vernetzten Gründers konnte beim OK sowie bei den lokalen Behörden und Partnern eine hervorragende Vertrauensbasis für die Zukunft geschaffen werden. Dies widerspiegelt sich insbesondere auch in der Tatsache, dass viele langjährige Sponsoren dem topvolley auch in Zukunft die Treue halten.

Weiterentwicklung des Events

Eventcourt kann nun auf dieser in 25 Jahren gelegten, Basis aufbauen. Das Zürcher Unternehmen, das ebenfalls viel Erfahrung in der Durchführung von internationalen Volleyball-Grossanlässen (z.B. CEV Volleyball-EM 2013, FIVB Club-WM der Frauen 2013 und 2014) mitbringt, will das topvolley in den kommenden Jahren stetig weiterentwickeln und die Position als bestes Club-Einladungsturnier der Welt weiter ausbauen.

Vor allem im Bereich des Rahmenprogramms und der Side-Events ortet Erika Herzig noch viel Potenzial: „Wir möchten die Unterhaltung ausserhalb des Spielfelds in den kommenden Jahren an den auf dem Court gebotenen Spitzensport annähern. Den Besucherinnen und Besuchern möchten wir auch neben dem Spielgeschehen ein tolles Erlebnis rund um den Volleyballsport bieten.“ Zudem werden am topvolley auch neue Entwicklungen auf und um das Spielfeld - in enger Zusammenarbeit mit dem Volleyballweltverband FIVB - implementiert bzw. als Pilot ausprobiert.

Bewährtes Konzept, neuer Auftritt

Das bisherige Turnierformat mit sechs Teams und drei Spieltagen wird vorerst ebenso beibehalten wie der Gratiseintritt für die Fans. „Der kompakte Modus hat sich für diese Turnierform bis anhin bewährt. Doch wir werden auch in Zukunft die Bedürfnisse der Teams miteinbeziehen und wenn notwendig auch Anpassungen vornehmen“, meint Herzig. Gleiches gelte für den freien Eintritt, der beim topvolley 2014 (27. - 29. Dezember) wiederum von der Garage Schmid ermöglicht werde und mit Sicherheit zum traditionell grossen Zuschaueraufmarsch beitrage.

Neu ist allerdings der visuelle Auftritt des Turniers. So wurde das Logo und das Corporate Design überarbeitet und modernisiert, wobei auch hier die Weiterentwicklung des Bekannten im Zentrum stand. Die bisherige Farbgebung wurde aufgenommen und aufgefrischt. Die Marke „topvolley“ kommt im neuen Logo noch mehr zur Geltung. Komplett überarbeitet ist auch die Webseite, die vor wenigen Tagen online gegangen ist. Der Webauftritt wird zudem unterstützt durch die Social-Media-Kanäle Facebook und Twitter.

Einen weiteren Schwerpunkt in der Weiterentwicklung des Turniers liegt in der Vermarktung der TV-Rechte. Hier arbeitet Eventcourt mit sportsman media group aus München zusammen, einem im Volleyball sehr erfahrenen Partner also, der u.a. auch für die CEV Volleyball Champions League und das Montreux Volley Masters zuständig ist. Die gesamte TV-Produktion Ende Dezember wird von der Mediatec AG umgesetzt, die bereits in den letzten fünf Jahren die Sportbilder aus Basel produziert und geliefert hat.

Vier Teilnehmer sind bekannt

Punkto Teilnehmerfeld wird auch das 26. topvolley hochkarätig besetzt sein und seinem Ruf als „Spenglercup des Frauen-Volleyballs“ mit Sicherheit gerecht werden. So ist der französische Serienmeister RC Cannes – siebenfacher Turniersieger in Basel (zuletzt 2012) – bereits zum 19. Mal zu Gast am Rheinknie. Der neunfache Schweizermeister Volero Zürich zählt ebenfalls zu den Stammgästen und nimmt 2014 bereits zum elften Mal am topvolley teil. Zweimal, 2007 und 2010, stand das wiederum hochkarätig besetzte Team, welches auch in der Champions League die Krone anstrebt, in Basel zuoberst auf dem Podest.

Mit Molico/Osasco konnte das erfolgreichste südamerikanische Frauenteam der vergangenen Jahre verpflichtet werden. Die Brasilianerinnen waren bereits im vergangenen Mai an der FIVB Club-WM in Zürich am Start, wo sie den Titel nur um Haaresbreite verpassten. Mit Galatasaray Daikin Istanbul wird ausserdem erneut ein türkisches Topteam in Basel um den Turniersieg kämpfen.

Das Team aus Istanbul war bereits zwei Mal am topvolley zu Gast: 1995 belegten die Türkinnen den 5. Rang, 2012 schafften sie mit dem Sieg im kleinen Final gegen Volero Zürich – inklusive eines historischen Satzresultates (48:46) – gar den Sprung aufs Podest. Das Team vom Bosporus ist gespickt mit Nationalspielerinnen und belegte in der vergangenen türkischen Meisterschaft den 3. Rang. Dank diesen vier Topteams werden am topvolley in der Altjahreswoche auch etliche Spielerinnen zu bewundern sein, die momentan an der Weltmeisterschaft in Italien für Furore sorgen.

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