Fussball 2. Liga
AC Rossoneri erneut auf Trainersuche: Kellerhans beendet Zusammenarbeit nach einem Monat

Am 21. Januar 2017 konnte der regionale Zweitligist den Zuzug von Yves Kellerhals (27) als neuen Übungsleiter für das Fanionteam, das auf einem Absteigerplatz überwintert, vermelden. Nach nur knapp einem Monat beendet Kellerhals die Zusammenarbeit wieder.

Georges Küngi
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Yves Kellerhals legt sein Amt aus persönlichen Gründen nieder.

Yves Kellerhals legt sein Amt aus persönlichen Gründen nieder.

Zur Verfügung gestellt

Er ist jung, ein Fussball-Enthusiast und durch seinen Vater Peter fussballerisch vorbelastet (bz Basel berichtete). In der Vorrunde war er Assistenztrainer beim SC Dornach – und zu­sammen mit Cheftrainer Stefan Krähenbühl legten sie nach der Vorrunde ihr Traineramt beim interregionalen Zweitligisten nieder.

Die genauen Gründe hiefür konnten «nur zwi­schen den Zeilen» interpretiert werden. Tatsache ist aber, dass sowohl bei Krähenbühl wie auch Kellerhals keine halben Sachen gehen.

Der Schritt, den Lausner Verein Rossoneri zu übernehmen, war mutig. Denn Cheftrainer eines Aktivteams war der Oberwiler noch nie. Dass einige der (vermeintlichen) Leistungs­träger älter sind, spielt für Yves Kellerhals keine Rolle. «Fach- und Sozialkompetenz sind keine Frage des Alters», so der Fussballtrainer.

Eigene Pressemitteilung

Nun hat Kellerhals selber eine ausführliche Pressemitteilung verfasst, welche der bz Basel vorliegt. Und – auszugsweise – diesen Wortlaut hat:

Ich habe mich nach nur wenigen Wochen der gemein­samen Zusammenarbeit entschie­den, mein Amt als Fussball-Trainer des Lausner Zweitligisten AC Rossoneri mit sofortiger Wirkung zur Verfügung zu stellen. Die Entscheidung folgt aufgrund eines internen Prozes­ses, der sich meinen Kenntnissen entzog, nicht in meiner Verantwortlichkeit als Trai­ner lag und nicht sportlicher Natur war.

Eine sofortige Auflösung der erst anfangs 2017 aufgenommenen Zusammenarbeit war für mich die einzig mögliche Konsequenz, weshalb ich am 25. Februar 2017 Vereinspräsident Dario Mulas mündlich über meinen Entscheid informiert und die Kündigung des Vertrages per Ende Februar 2017 gleichentags schriftlich nachgereicht habe. Unmittelbar danach habe ich die Spieler informiert.

Die Trennung erfolgte auf sachlicher und professioneller Ebene zwischen Vereinsleitung und Trainer sowie auf meinen Wunsch. Und wurde vom Präsidenten Mulas akzeptiert. Die sportlich schwierige, aber keineswegs aussichtslose Ausgangslage für die AC Rossoneri im bevorstehenden Abstiegskampf hat mit meinem Entscheid nicht das Geringste zu tun.Ich wünsche den Spielern und dem Verein alles Gute und sportlichen Erfolg.

Wer Nachfolger wird, ist – zumindest offiziell – nicht bekannt. Auch im persönlichen Ge­spräch mit der bz Basel wollte Kellerhals nicht näher auf den oder die Beweggründe für diese – gegen aussen überraschende – Trennung eingehen.

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