Eishockey
Unglückliche Premiere: Wettingen-Baden verliert erstmals in den Playoffs

Die Wettinger unterliegen Münchenbuchsee im ersten 2.-Liga-Finalspiel mit 4:5. Für die Aargauer war es die erste Playoff-Niederlage. Und eine unnötige noch dazu: Denn nach einem 4:1-Vorsprung sahen die Beavers bereits als der sichere Sieger aus.

Annemarie Keusch
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Einen Schritt hinterher: Die Beavers um Marc Gisin (l.) verspielen einen 4:1-Vorsprung. Geisser

Einen Schritt hinterher: Die Beavers um Marc Gisin (l.) verspielen einen 4:1-Vorsprung. Geisser

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Ohne eine einzige Playoff-Niederlage stieg Wettingen-Baden in das erste Finalspiel der 2. Liga.

Als klarer Favorit galten sie trotzdem nicht, weil auch Finalgegner Münchenbuchsee-Moosseedorf nur einmal verlor, und dies im Viertelfinal.

«Es stehen sich die klar besten Mannschaften gegenüber», weiss auch Heinz Leuenberger, Nachwuchs-Sportchef der Wettinger.

Der Titelverteidiger – Wettingen gewann im vergangenen Jahr den Playoff-Final – startete furios in die Partie. Bereits in der zweiten Spielminute eröffnete Patrick Siegwart das Skore und brachte die Gastgeber in Front. In der Folge plätscherte das Spiel vor sich hin. Chancen waren Mangelware.

Besonders im Powerplay vermochten die Wettinger Beavers gar nicht zu überzeugen. Leben ins Spiel brachte ein kapitaler Abspielfehler von Wettingens Goalie Lars Hess.

Die Gäste aus Münchenbuchsee liessen sich nicht zweimal bitten und erzielten den Ausgleichstreffer. In der Folge war die Heimmannschaft stetigem Druck der Berner Gäste ausgeliefert. Mit Glück und erfolgreichen Paraden von Hess konnten sie die Partie weiterhin ausgeglichen halten. Besser noch, 23 Sekunden vor der ersten Pausensirene gelang Christoph Frei der erneute Führungstreffer für Wettingen-Baden.

Analog zum ersten Abschnitt starteten die Beavers mit einem schnellen Treffer ins Mitteldrittel. Nach einem perfekt ausgeführten Konter stand es gar 4:1 für das Heimteam und der Match schien entschieden, ins besondere weil Münchenbuchsee in den Folgeminuten kaum zu Torchancen kam.

Dies änderte sich jedoch als die Gäste in doppelter Überzahl agieren konnten. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung für Wettingen gings ins Abschlussdrittel. Doch die Reserve sollte für die Aargauer nicht ausreichen. Münchenbuchsee konnte mit drei Toren das Spiel noch drehen und holte sich den ersten Sieg in der Best-of-five-Serie.

Für Heinz Leuenberger war es das erwartet knappe Spiel. «Die zwei Teams sind ähnlich stark. Momentan sind wir auf der Torhüterposition etwas besser besetzt. Aber es geht um Nuancen», analysiert er. Einen Tipp über den Ausgang der Finalserie sei schwierig abzugeben.

«Ich glaube es wird über fünf Spiele gehen, hoffentlich mit dem besseren Ende für uns», ist er trotz der Niederlage optimistisch. Bereits am heute erhalten die Wettinger auswärts die Möglichkeit sich für das misslungene Schlussdrittel zu revanchieren.

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