Triathlon
«Ich bin mega happy»: Max Studer wird Europameister über die Super-Sprint-Distanz

Triathlet Max Studer aus Kestenholz hat in Kitzbühel seinen ersten EM-Titel in der Elite gewonnen. Wie so oft sorgt er auf der Laufstrecke für den Unterschied.

Silvan Hartmann
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Max Studer läuft ins Ziel.

Max Studer läuft ins Ziel.

Johann Groder/Freshfocus / Expa

Max Studer hat in Kitzbühel seinen ersten EM-Titel in der Elite gewonnen. Er siegte in der Super-Sprint-Distanz (500 m Schwimmen, 12 km Radfahren, 3,1 km Laufen). Der 25-jährige Solothurner zeigte sich von Beginn an als Aktivposten. Aus dem Wasser kam er als 19., nach dem ersten Wechsel reihte er sich auf dem Rad bald in der Spitzengruppe ein.

Die Entscheidung fiel, wie so oft über die kürzeren Distanzen, auf der Laufstrecke: Studer, bekannt für seine herausragenden Laufqualitäten, bildete mit Antonio Serrat aus Spanien und dem Neuseeländer Hayden Wilde eine Spitzengruppe, worauf der Solothurner rund 500 Meter vor dem Ziel angriff, Serrat als letzten Kontrahenten stehen liess und mit sechs Sekunden Vorsprung den Titel holte.

Damit konnte Max Studer seine Laufstärke exzellent ausspielen. «Für mich ist das der grösste Erfolg. Ich bin schon Europameister in der U23 geworden und konnte nun den EM-Titel über die Super-Sprint-Distanz in der Elite gewinnen – das ist super. Ich bin mega happy», bilanzierte Studer nach dem Rennen, der von einem kleinen Heimspiel sprach, da sich die Bedingungen von Kitzbühel jenen der Trainingsbasis in St. Moritz sehr ähnlich präsentierten.

Dass aber Max Studer überhaupt im Final stand, ist nicht als selbstverständlich zu betrachten. Denn im Qualifikationsrennen lief es ihm überhaupt nicht nach Wunsch: «Ich musste nach einem Rückstand auf der Schwimmstrecke recht hart arbeiten. Aber mit einer guten Laufleistung konnte ich mich doch noch für den Final entscheiden.» Und dort schlug er auf beeindruckende Art und Weise zu.

Sollte es nach der bestätigten Olympiaqualifikation von Schweizer Startplätzen überhaupt noch Restzweifel gegeben haben, welche Schweizer Triathleten für Tokio definitiv aufgeboten werden, so dürfte diese Max Studer mit der Leistung in Kitzbühel endgültig aus der Welt geschaffen haben. Am Donnerstag will der nationale Verband die Olympia-Athleten bekanntgeben. Studer sagt: «Ich konnte mich damit sicher noch einmal für die Olympischen Spiele empfehlen. Das freut mich sehr.» Der EM-Titel hat auch noch einen anderen netten Nebeneffekt: Der Sieg spült Max Studer 3750 Euro auf das Bankkonto.

Bei den Frauen belegte Nicola Spirig den 4. Platz. Das Podest verpasste die 39-Jährige um 10 Sekunden. Der Titel ging an Laura Lindemann (GER).

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