Judo
Siebte Mal in Folge Schweizermeister: Diese Jungs sind unschlagbar!

Der Judoclub Brugg gewinnt auch 2013 den Schweizer Mannschaftstitel und ist seit 2007 ununterbrochener Titelträger. Die Brugger gewannen im Finale gegen Romont, welches unter anderem mit dem Olympioniken Ludovic Chammartin antrat, mit 10:4.

Martin Nietlispach
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Die NLA-Mannschaft des Judoclubs Brugg gewinnt den siebten Schweizer-Meister-Titel in Serie. Zimmermann/JJJC Brugg

Die NLA-Mannschaft des Judoclubs Brugg gewinnt den siebten Schweizer-Meister-Titel in Serie. Zimmermann/JJJC Brugg

Marcel Zimmermann

«Und auf dem ersten Platz der diesjährigen Schweizer Meisterschaft – das siebte Jahr in Folge und zum insgesamt elften Mal: der JJJC Brugg!» So schallte es in der Sporthalle Yverdon aus den Lautsprechern. Die Brugger hatten kurz zuvor ihren Titel am Ende eines spannenden Wettkampftages mit einem 10:4-Finalsieg gegen Romont verteidigen können.

Klarer Sieg trotz Sorgen

Bereits der Halbfinal gegen den letztjährigen Finalgegner Regensdorf versprach Spannung. Denn die aufgrund ihres langen Leistungsausweises klar favorisierte Mannschaft aus Brugg hatte im Vorfeld dieser Finalrunde mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. So verletzten sich zwei der Teamstützen wenige Wochen zuvor, weitere lagen mit einer Grippe im Bett und die definitive Teamaufstellung war erst Stunden vor Kampfbeginn klar. Die Nervosität in der Mannschaft war denn auch klar zu spüren. Schliesslich konnte Brugg dennoch in seiner Top-Besetzung mit Domenic Wenzinger, Ciril Grossklaus, Gabriel Grossklaus, Patrik Moser, Benar Baltisberger, Fabian Rölli, Martin Nietlispach und Michael Iten antreten. Jeder einzelne Kämpfer erfüllte seine Aufgabe beim 12:2-Halbfinalsieg gegen Regensdorf mit Bravour. Einzig Baltisberger verlor gegen die Auslandsverstärkung der Regensdorfer

Die Brugger Kämpfer konnten mit viel Selbstvertrauen in das Finale einziehen, in welchem sie erstmals auf den JC Romont trafen. Für die Westschweizer – mit Olympionike und Vize-Europameister Ludovic Chammartin als Aushängeschild – war es beinahe ein Heimauftritt. Entsprechend geladen gingen die Athleten in das Finale gegen den Favoriten Brugg. «Es war ein heisses Duell, aber wir haben sowohl taktisch wie auch punkto Konzentration eine Topleistung gezeigt», sagte Bruggs Coach Daniel Kistler. Das Finale begann mit einem Auftaktsieg für Brugg von Domenic Wenzinger gegen einen der Leistungsträger des JC Romont. Er brachte damit die Brugger Walze ins Rollen. Von diesem Elan mitgerissen konnte auch Ciril Grossklaus seinen sehr kräftigen Gegner mit einem wuchtigen Schulterwurf auf den Rücken befördern.

Romonts Feuer lodert nur kurz

Doch es zeigte sich, wie erpicht Romont war, Bruggs Serie zu durchbrechen. So mussten sich Gabriel Grossklaus und Fabian Rölli (gegen Chammartin) geschlagen geben. Es stand nur noch 6:4 für Brugg. Aber durch Siege von Patrik Moser gegen einen klar schwereren Gegner, durch Martin Nietlispach in einer Gewichtsklasse tiefer als üblich und Michael Iten im letzten Kampf, war der erneute Titel gesichert. Vor Ort wurde mit den Fans bei einem gemeinsamen Nachtessen auf den Sieg angestossen. Für eine ausgiebige Feier war schlicht keine Zeit, denn die Brugger Grossklaus, Moser und Wenzinger reisten bereits am Morgen nach dem Triumph für drei Wochen ins Trainingslager nach Südkorea.

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