NLA-Playouts
Eine reife Leistung ohne Lohn: Endingen verpasst in Spiel eins gegen GC Amicitia die Überraschung nur knapp

Der TV Endingen verliert die erste Partie der Abstiegsrunde gegen GC Amicitia mit 23:27. Ein Sieg wäre möglich gewesen – bis eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Surbtaler mit drei Toren in Führung. Dann aber taten sich in der Defensive gröbere Risse auf.

Frederic Härri
Merken
Drucken
Teilen
Die Leistung der Endinger um Justin Larouche konnte sich zu weiten Teilen sehen lassen.

Die Leistung der Endinger um Justin Larouche konnte sich zu weiten Teilen sehen lassen.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Dem TV Endingen missglückt der Auftakt in die Abstiegsrunde der Nationalliga A. Das 23:27 ist ein erster Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib. Die Art und Weise des Auftritts jedoch darf Mut machen.

In der Saalsporthalle mussten die Endinger ohne Christian Riechsteiner auskommen. Der Captain erlitt auf dem Weg nach Zürich einen Auffahrunfall und klagte über leichte Nackenbeschwerden und Kopfschmerzen. Als Sicherheitsmassnahme nahm ihn Trainer Zoltan Majeri aus dem Kader.

Auch ohne ihren Spielmacher fanden die Gäste gut ins Spiel. Jeden Führungstreffer der Zürcher egalisierten die Endinger postwendend. Endingens Rezept, über die schnelle Mitte nach Anspielen rasch vors Tor zu kommen, trug Früchte. Ein Glück war es für den TVE auch, dass der zuletzt angeschlagene Justin Larouche rechtzeitig für die Playouts zurückkehrte.

Seine Mitspieler suchten den Topskorer im rechten Rückraum, der seine Möglichkeiten effizient nutzte. Fünf Tore glückten Larouche in der Startviertelstunde, in der Endingen mit 8:7 knapp in Führung lag. Mit Geschick, grosser Bereitschaft und ein wenig Wettkampfglück verteidigten die Endinger ihren knappen Vorsprung in der Folge. Zur Pause stand eine 13:12-Führung.

Die Endinger legten die Schwächen von GC offen

Und in Halbzeit zwei geschah erst einmal nicht das, was dem Tabellenletzten in dieser Saison so oft widerfuhr: Dass er sich überrollen liess – und sich durch Leichtsinnsfehler jedweder Chance auf den Sieg beraubte. Nein, die Endinger hielten eisern an ihrem Matchplan fest und legten die eklatanten Schwächen ihres Gegners offenbar. Eine gute Viertelstunde vor Schluss lag der TVE mit drei ­Toren vorn.

Dann aber bekam auch das Spiel der Endinger erste gröbere Risse. Die Abspiele fanden ihren Abnehmer nicht mehr, die Lücken in der Defensive wurden grösser. Flugs war das Spiel gedreht – zu Gunsten von GC Amicitia. Im Herzschlagfinale behielten die Zürcher gegenüber den Aargauern die grösseren Nerven. Endingen verlor nicht nur die entscheidenden Szenen in den Schlussminuten, sondern auch das Spiel.

Bereits am Sonntag bietet sich dem Team von Majeri die Chance, in der Best-of-Five-Serie auszugleichen. Um 16 Uhr folgt in der GoEasy-Arena Teil zwei der Playouts.

Telegramm

GC Amicitia – TV Endingen 27:23 (12:13)

Saalsporthalle. – 50 Zuschauer. SR: Boshkoski/Stalder. – GC Amicitia: 6-mal 2 Minuten. Endingen: 5-mal 2 Minuten.


GC Amicitia: Marinovic (12 Paraden), Bachmann; Bodenheimer (1 Tor), Brücker (2), Dell (1), Leitner, Popovski (4), Alili (2), Kaletsch (3), Bamert (2), Prakapenia (1), Reznicek (1), Quni (4), Szymanski (1), Parolo, Paban (5).


TV Endingen: Schams (8 Paraden), Imhof; Radovanovic (4), L. Riechsteiner, Portmann, Mühlebach, Huwyler (2), Mauron (1), Pejkovic (3), Grau (1), Schafroth (3), Larouche (9).

Sie haben das Spiel verpasst? Schauen Sie sich die Partie in der Aufzeichnung des Livestreams an: