Unihockey
Neuland für den UM-Finnen

Erstmals verliess Mittellands Neuverpflichtung Otto Valavuo seine Heimatstadt Lappeenranta. Nun spricht er ein erstes Mal im Interview.

Yann Schlegel
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Schätzt den neuen Verein und das neue Umfeld: der Finne Otto Valavuo.

Schätzt den neuen Verein und das neue Umfeld: der Finne Otto Valavuo.

BRUNO_KISSLING

Drei Spiele liegen hinter Ihnen. Wie sind Ihre ersten Impressionen der Nationalliga B und Ihres Teams?

Otto Valavuo: Die Mannschaft findet sich immer besser und mit ein paar zusätzlichen Spielen werden wir uns weiter steigern. An den Schweizer Spielstil muss ich mich noch gewöhnen, aber das wird schon. Unser Teamgeist ist ausgezeichnet, das stimmt mich zuversichtlich für den weiteren Verlauf.

Wie zufrieden sind Sie mit dem persönlichen Einstieg in der Schweiz?

Es braucht Zeit, bis ich hier mein Potenzial ausschöpfen kann, denn alles ist neu für mich. Für gewöhnlich agierte ich in Finnland auf der linken Flügelposition – bei Unihockey Mittelland übernehme ich die Rolle als Center. Im letzten Meisterschaftsspiel gegen Langen-thal-Aarwangen erzielte ich meinen ersten Treffer und ich hoffe, am Wochenende kommt nochmals einer dazu.

Fühlen Sie sich wohl in Olten?

Ja, die Leute sind echt nett und ich habe die kleine, aber feine Stadt im ersten Monat sehr schätzen gelernt.

Nach einem Marketingstudium in Finnland arbeiten Sie nun als Maler in der Schweiz. Wie kommen Sie mit dem ungewöhnlichen Arbeitsfeldwechsel zurecht?

Für mich ist dies eine grossartige Erfahrung. Ausserdem stellt meine Sprachbarriere zum Schweizerdeutschen bei dieser Arbeit kein Problem dar.

Sie stossen von der höchsten finnischen Liga zu Mittelland und haben zuvor Ihre gesamte Karriere bei NST Lappeenranta gespielt.

Ich habe mein ganzes Leben in Lappeenranta verbracht. Die letzten vier Jahre spielte ich in der ersten Mannschaft und zuvor durchlief ich sämtliche Juniorenkategorien. Dieses Team und die Stadt werden immer einen grossen Platz in meinem Herzen einnehmen. Einer meiner Träume war es jedoch, in der Schweiz zu spielen. Nach der letzten Saison dachte ich, nun sei die Zeit reif, mich in der Schweiz zu versuchen. Natürlich hatte ich mit anderen Mannschaften regen Kontakt, aber Olten schien die beste Option für mich zu sein. Die Herausforderung, in einem Team zu spielen, welches um den Aufstieg in die NLA mitspielen könnte, reizte mich ungemein und ich bin überzeugt, dass wir dies schaffen können. Ausserdem spürte ich, dass sich die Leute von Unihockey Mittelland intensiv um mich bemühten. Das machte mir die Entscheidung leicht. Der Kontakt zu UM kam durch einen Freund von mir zustande, der letztes Jahr ebenfalls in der NLB spielte. Er kannte Leute von UM und so nahmen die Verhandlungen um einen möglichen Transfer ihren Lauf.

Beschreiben Sie Ihre Art, Unihockey zu spielen.

Vermutlich bin ich nicht der Schnellste der Mannschaft. Ich mag es, möglichst oft den Abschluss zu suchen, und geniesse es, Tore zu erzielen. Aber für mich sind das gesamte Team und dessen Spielphilosophie sehr wichtig. Ich versuche stets, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Noch mehr als über ein Tor freue ich mich über einen gelungenen Pass, der zu einem Treffer führt. Auf dem Feld versuche ich, meine Grösse und Physis einzusetzen und hart zu spielen. Kommt zu den Spielen, und ihr werdet mehr über meinen Stil herausfinden.

Wie definieren Sie Ihre persönlichen Ziele hier in der Schweiz?

Ich werde mein Bestes geben, um dem Team zu helfen. Mir ist bewusst, dass die Leute viel von mir erwarten. Daher will ich beweisen, dass ich meinen Platz bei Unihockey Mittelland verdiene. Nun wollen wir beginnen zu siegen, damit möglichst viele Leute zu unseren Spielen in die Giroud-Olma kommen.

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