FC Baden
Nach der Entlassung von Gerstenmaier: Erster Punkt für die Esp-Truppe

Der FC Baden spielt auswärts bei Seuzach 3:3 Unentschieden. Das Team, das nach der Freistellung von Gabor Gerstenmeier interimistisch von Sportchef Thomas Jent gecoacht wurde, zeigte Moral und glich erst in der Schlussphase aus.

Luca Muntwyler
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Der Badener Marvin Spielmann verpasste den zweiten Badener Treffer gleich mehrfach

Der Badener Marvin Spielmann verpasste den zweiten Badener Treffer gleich mehrfach

Otto Lüscher

Lediglich acht Minuten hat Cedric Franek gebraucht, um in Seuzach die Torflaute des FC Baden in der Rückrunde zu beenden. Die Esp-Truppe, die zuvor in den vier Partien seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft – inklusive der Cup-Qualifikation in Bavois – 360 Minuten ohne Tor blieb, holt dank dem 3:3-Unentschieden den ersten Punkt seit November 2014.

Die Badener starteten fulminant in die Partie. Nach dem frühen Treffer hatte der FCB einige Chancen, die Führung weiter auszubauen. Marvin Spielmann verpasste das 2:0 sogar mehrmals. Sportchef Thomas Jent, der ad interim den Posten vom freigestellten Trainer Gabor Gerstenmaier an der Seitenlinie übernommen hat, schien seine Mannschaft gut eingestellt zu haben.

Das 2:0 verpasst, die Wende erhalten

Dennoch konnten die Gastgeber aus Seuzach das Resultat nach rund 30 Minuten kehren – und wie. Innerhalb von zehn Zeigerumdrehungen wendeten die Zürcher das 0:1 in ein 3:1. Die Badener waren kurz von der Rolle. «Nach dem 1:1 sind wir eingebrochen und haben etwas den Glauben verloren», erklärt Jent. Wichtig war dann, dass Luigi Milicaj praktisch mit dem Pausenpfiff – es war sein erstes Tor im Badener Dress – den Anschlusstreffer erzielte.

Auch in der zweiten Hälfte drückte der FC Baden zu Beginn wieder auf das Tempo. In einer umkämpften Partie dauerte es bis in die 85. Minute, als Milicaj seine Farben erlöste. Mit seinem zweiten Treffer sicherte er dem FC Baden den ersehnten Punkt. Trotz einem Badener Schluss-Feuerwerk blieb es beim 3:3.

Zufriedener Interimstrainer

«Schlussendlich kann ich zufrieden sein. Für die Moral der Spieler war es enorm wichtig, dass wir zurückgekommen sind», meint Jent. «Es bleibt aber noch ein weiter Weg», fügt er an. Mit diesem Punkt verringert sich der Abstand der Badener auf die vorderen Ränge der Gruppe drei, die zu den Aufstiegsspielen berechtigen, zwar ein wenig, doch sind die beiden punktgleichen Zweitplatzierten GC II und Mendrisio immer noch vier Zähler voraus.

Nun hat der FC Baden zwei Wochen Vorbereitungszeit, um den nächsten Anlauf für einen Vollerfolg zu starten. Nach der Osterpause beendet Baden seinen Auswärtsspiel-Marathon und trifft in der fünften Partie auf fremdem Terrain in Serie im Aargauer Derby auf den FC Muri.

Seuzach – Baden 3:3 (3:2)

Sportplatz Rolli. – 337 Zuschauer. – SR Rothenfluh. – Tore: 8. Franek 0:1, 28. P. Widmer 1:1, 34. P. Widmer 2:1, 37. Gröbli 3:1, 45. Milicaj 3:2, 85. Milicaj.

Seuzach: Frauenfelder; Dietz (58. Mottola), Müller, Süsstrunk, Tavares, Schalcher; Kijametovic, C. Widmer (69. Oergel), Kradolfer, P. Widmer, Gröbli (46. Lauber).

Baden: Pribanovic; Matovic, Rapisarda, Dedaj (68. Dakouri); Weilenmann (81. Cardiello), Keranovic, Franek, Stump; Ladner; Milicaj, Spielmann (77. Toni).

Bemerkungen: Baden ohne Bijelic, Dzelili, Muff, Keller (verletzt), Lo Priore (Team Aargau U21), Lugo (nicht im Aufgebot). Seuzach ohne Berisha (gesperrt). – gelb: 42. Rapisarda, 54. C. Widmer, 59. Süsstrunk (Foul), 69. Schalcher (Reklamieren), 70. Weilenmann, 89. Müller (Foul).

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