Höhen und Tiefen, heroische Siege und bittere Niederlagen – Cyril Aeschlimann hat mit dem EHC Olten fast alles erlebt. Nach 14 Jahren im Kleinholz bietet sich dem 31-jährigen Verteidiger nun erstmals die Chance auf den Meistertitel in der NLB. «Das ist der Grund, weshalb ich in all den Jahren immer beim EHCO geblieben bin; weil ich mit diesem Klub Meister werden wollte», sagt Aeschlimann. Dass er mit dem EHCO nun nur noch einen Sieg von diesem grossen Ziel entfernt ist, sei «ein sehr schönes Gefühl».

Um diesen letzten, diesen entscheidenden Sieg heute im Kleinholz einzufahren, braucht der EHCO noch einmal eine überragende Leistung. «Langnau wird alles für den Sieg unternehmen», weiss Aeschlimann. Olten kann dagegen mit der Gewissheit ins Spiel gehen, in den letzten Partien sehr vieles richtig gemacht zu haben und deshalb nur wenig ändern zu müssen. Sicher zu reduzieren sei die Anzahl der Strafen, findet Aeschlimann. «Damit haben wir uns das Leben am Freitag in Langnau selber schwer gemacht.»

Nervosität gehört in dieser Situation dazu

Ein Faktor, der bei den Powermäusen zum Thema werden könnte, ist die Nervosität – schliesslich käme der NLB-Titel für praktisch jeden Spieler mit dem absoluten Karrierehöhepunkt gleich. «Zu Beginn des Spiels wäre es ganz normal, etwas nervös zu sein», räumt Aeschlimann ein. Die spannende und verlockende Ausgangslage will er trotzdem nicht ausblenden, im Gegenteil. «Wenn man den Meisterkübel vor Augen hat, so nahe am grossen Ziel ist, dann sorgt das noch einmal für eine gewaltige Portion Extramotivation», so der gebürtige Oltner, der lange als Stürmer gespielt hatte und seit drei Jahren als Verteidiger eingesetzt wird.

Klar ist: Auf die Oltner Fans wartet ein Spiel der Superlative, eine Partie, die bei jedem Ausgang in die Geschichte des EHC Olten eingehen wird. Schliesslich ist es 27 Jahre her, seit der EHCO zum letzten Mal NLB-Meister wurde. Nun bietet sich den Dreitannenstädtern die Chance, diesen Triumph zu wiederholen. Einen Titel ins Kleinholz zu holen, von dem die Fans seit Jahrzehnten träumen und der Aeschlimann für seine Klubtreue belohnen würde.