Basketball
Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für Baden

Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Morgen um 20.30 Uhr treffen die Badener Erstligisten im Cup 1/8-Final auf den NLA-Klub Fribourg Olympic. Obwohl sie «ein wenig nervös» sind, wollen sie «Freude am Spiel haben».

Janine Müller
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Die Vorfreude auf den Cup-Achtelfinal gegen das grosse Fribourg Olymic ist bei Erstligist Baden riesig. jam

Die Vorfreude auf den Cup-Achtelfinal gegen das grosse Fribourg Olymic ist bei Erstligist Baden riesig. jam

Solothurner Zeitung

Die Redewendung «David gegen Goliath» wird vor Cup-Spielen gerne überstrapaziert. Im Fall der Badener Basketballer trifft sie aber voll und ganz zu, denn diese stehen vor dem Spiel der Spiele ihrer bisherigen Karriere. Morgen treffen die Erstligisten aus dem Aargau auf den aktuell Zweitplatzierten der NLA, Fribourg Olympic. Der scheinbar übermächtige Gegner schüchtert das junge Badener Team aber nicht ein. Im Gegenteil.

«Ein wenig nervös»

«Wir freuen uns auf das Spiel. Das ist ein einmaliges Ereignis für uns», sagt Captain Nico Hess und fügt an, dass die Mannschaft «ein wenig nervös» sei. Auch Trainer Manuel Castro freut sich auf diese grosse Herausforderung: «Wir wollen Freude am Spiel haben, die Ambiance mit den Zuschauern geniessen. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, Basketball zu spielen. Denn verstecken wollen wir uns nicht.»

Castro hat sich denn auch eine Taktik überlegt und will sein Team auf das Cup-Spiel gut einstellen. Mit welcher Strategie er die Freiburger zum Stolpern bringen will, verrät der Baden-Coach aber nicht, sondern sagt nur: «Ich weiss ganz genau, was ich vorhabe. Und wir wollen eine ansprechende Leistung zeigen. Wir müssen uns gut organisieren und in den Pressing-Situationen kühlen Kopf bewahren.» Der Angriff sei momentan die grosse Stärke seines Teams und mit diesem wollen die Aargauer den Gegner aus der Romandie unter Druck setzen.

Drei Pechvögel

«Ein Rezept gegen die grossen Spieler von Fribourg werden sicher die Dreier-Würfe sein», sagt Manuel Castro. Der Baden-Trainer steht aber noch vor einem anderen Problem. Drei Spieler dürfen morgen Freitag nicht mittun, weil sie beim ersten Cup-Spiel nicht dabei waren und noch nicht lizenziert waren. David Deary ist einer der Pechvögel.

«Es ist natürlich schade, dass ich nicht mitspielen kann. Fribourg ist ein Top-Team und ich kenne Stefan Petkovic und Chris Uliwabo. Gegen die würde ich schon gerne spielen.» Trotzdem ist Deary für die Trainings motiviert und wird das team von der Tribüne unterstützen.

Nur fünf Franken Eintritt

Trotz der Euphorie bleiben die Badener auf dem Boden. «Wir müssen realistisch sein. Fribourg hat fünf Nationalspieler in seinen Reihen. Unsere Siegeschancen sind gleich Null», weiss Nico Hess. Trotzdem gibt er sich kämpferisch: «Wir wollen eine gute Leistung abliefern und zeigen, dass der Niveau-Unterschied nicht so gross sein muss.»

Der Achtelfinal morgen in der BBB-Halle in Baden wird für den ganzen Klub ein riesiges Ereignis. Trotzdem will die Vereinsleitung keinen grossen finanziellen Profit aus dem Spiel schlagen. «Mit den fünf Franken Eintritt, die wir verlangen, wollen wir einfach die Hallenkosten decken. Schliesslich möchten wir unseren Zuschauern auch mal etwas zurückgeben», erklärt Nico Hess, der selber auch noch im Vorstand tätig ist.

Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk

Etwas zurückgeben will das Team auch dem letztjährigen Trainer Elmar Sutter. Dieser darf nämlich ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk entgegennehmen und morgen gegen Fribourg auf dem Platz stehen. Dies ist möglich, da er bereits in einem Cup-Spiel ausgeholfen hat. Nicht nur für Sutter wird das morgige Cup-Spiel ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Für viele Spieler der Badener Mannschaft wird es der Karriere-Höhepunkt sein.

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