Unihockey
Ein schwarzes Wochenende für Unihockey Mittelland

Für Unihockey Mittelland stand am Wochenende eine Doppelrunde auf dem Programm. Gegen Jona-Uznach resultierte eine 3:4-Niederlage und auch Ad Astra Sarnen musste sich mit 4:11 geschlagen geben.

Kevin Blättler
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In einer Doppelrunde musste Mittelland in beiden Spielen als Verlierer vom Platz.

In einer Doppelrunde musste Mittelland in beiden Spielen als Verlierer vom Platz.

Zur Verfügung gestellt

Im Samstagsspiel verliess Unihockey Mittelland gegen Jona-Uznach das Feld zum ersten Mal seit fünf Spielen wieder als Verlierer. Die Mittelländer bissen sich an der äusserst kompakten Defensive und dem glänzend aufgelegten Philipp Kägi im Tor des Heimteams regelrecht die Zähne aus. Vor allem die sonst so treffsichere Paradelinie wusste sich für einmal nicht durchzusetzen.

Es war Daniel Baumann, der nach Spielmitte per «Buebetrickli» das Skore für Mittelland eröffnete, später sorgte Severin Pauli mit einem trockenen Schlagschuss für den Ausgleich zum 2:2. Doch die Heimmannschaft setzte zu ihren stets gefährlichen blitzschnellen Vorstössen an und erwirkte so zehn Minuten vor Ende eine neuerliche Führung.

Im bald darauf folgenden Powerplay, das Sam Schneiter herausgeholt hatte, fackelte Marius Flury nicht lange und schoss nach gerade mal zwei Sekunden zum erneuten Ausgleich ein. Doch auch jetzt fand Jona den Weg zu einem weiteren Treffer, dem vierten und letzten an diesem Abend. Dies war zu viel für die Mittelländer. Selbst mit einem sechsten Feldspieler anstelle von Torhüter Mathieu Unternährer konnten die Gäste nicht mehr ausgleichen.

Jona-Uznach – Mittelland 4:3 (1:0, 1:1, 2:1)

Rain, Jona. – 100 Zuschauer. – SR: J./Y. Bühler.

Tore: 21. Wellauer 1:0. 33. Baumann (Pauli) 1:1. 37. Nef (Wellauer) 2:1. 44. Pauli (Baumann) 2:2. 49 Muggli (Bernet) 3:2. 50. Flury (M. Mucha/Aussschluss Moser) 3:3. 55. Gisler (Schläppi) 4:3.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Jona-Uznach. Keine gegen Mittelland.

Jona-Uznach: Kägi; Levy, Schläppi; Nef, Bernet; Kölliker, Gmür; Ledermann, Gisler, Frischknecht; Wellauer, Muggli, Weber; Frischknecht, Jud, Müller.

Mittelland: Unternährer (Schalk); Burgherr, Pass; Vaicis, Schenk; D. Mucha, Schneiter, M. Mucha; Pauli, Baumann, Flury; Tschanz; Rhiner, Richner, Schürmann, Wyss.

Bemerkungen: Mittelland ohne Niggli (Militär) sowie Zwirner und Schneeberger (beide krank). 59. (58:01) Timeout Mittelland, danach phasenweise ohne Torhüter, dafür mit sechstem Feldspieler. Kevin Wellauer (Jona-Uznach) und Daniel Baumann (Mittelland) als beste Spieler ihrer Teams ausgezeichnet.

Ein schwieriges Sonntagsspiel

Diese Niederlage galt es schnell abzuhaken, denn nur ein Tag später stand mit Ad Astra Sarnen ein ganz anderes Kaliber gegenüber. Die Zweitplatzierten der NLB hatten ihr Samstagsspiel gegen den Leader Zug United nur sehr knapp mit 5:6 verloren und waren entsprechend heiss darauf, wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren. Dies bekamen die Mittelländer schnell zu spüren.

Schon kurz nach dem Anpfiff übernahmen die Gäste die Initiative und kamen aus vielen aussichtsreichen Positionen zum Abschluss. Immer wieder brachten sie die Verteidigung des Heimteams in arge Schwierigkeiten und gingen danach auch verdient in Führung. Auch offensiv fanden die Mittelländer kaum ins Spiel. Viele ihrer Pässe wurden von den Sarnern durchschaut, sodass sie im ersten Drittel nur bedingt gefährlich wurden und es nach einem Doppelschlag der gnadenlos effizienten Gäste mit 0:3 hergeben mussten.

Im zweiten Drittel war es Unihockey Mittelland, das mehr und bessere Chancen hatte. Doch der Ball fand den Weg an den Pfosten, die Latte, die Hand des Torwarts, die Füsse der Verteidiger – nur ins Tor der Gäste nicht. Diese wiederum konterten zweimal blitzschnell und schossen sogar in Unterzahl ein Tor. «Zu diesem Zeitpunkt verwarfen wir unser Konzept und spielten kopflos nach vorne», meinte Samuel Schneiter. Auch Mathieu Unternährer im Tor des Heimteams dürfte es so gesehen haben: Er liess sich auswechseln und Tobias Schalk kam ins Spiel.

Dann kamen die Minuten von Samuel Schneiter: Er schoss in zwei Minuten ebenso viele Tore und liess Mittelland noch einmal hoffen. Die Gäste aber wussten zu reagieren, liessen sich den Sieg nicht mehr nehmen und spielten den Match im letzten Drittel souverän zu Ende. «Gegen Sarnen darf man auch mal verlieren», kommentierte Samuel Schneiter, Best Player der Mittelländer, das Spiel, «aber die Niederlage gegen Jona nervt mich immer noch.»

Mittelland – Ad Astra Sarnen 4:11 (0:3, 2:4, 2:4)

Giroud Olma, Olten. - 93 Zuschauer. - SR: Meister/Rimensberger.

Tore: 6. R. Schöni (Abegg) 0:1. 19. Ming (Eronen) 0:2. 20. Höltschi (Kronenberg) 0:3. 25. Eronen (Kramelhofer) 0:4. 28. Eronen (Ming) 0:5. 31. R. Schöni (Von Rotz/Ausschluss Eronen!) 0:6. 32. Schneiter (D. Mucha/Ausschluss Eronen) 1:6. 34. Schneiter 2:6. 39. Ming (R. Schöni/Ausschluss Wyss) 2:7. 42. R. Schöni (Amstutz) 2:8. 47. M. Mucha (Penalty) 3:8. 52. Abegg (R. Schöni) 3:9. 59. Ming (Eronen) 3:10. 59. Berchtold (ET) 4:10. 60. Von Rotz (Höltschi) 4:11.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Mittelland 2-mal 2 Minuten gegen Sarnen.

Mittelland: Unternährer (30. Schalk); Pass, Zwirner; Wyss, Burgherr; M. Mucha, Schneiter, D. Mucha; Flury, Baumann, Pauli; Schenk, Vaicis; Richner, Rhiner, Schürmann, Tschanz.
Sarnen: Britschgi (Amrein); Von Wyl, Berchtold; Pulfer, Kramelhofer; Läubli, Höltschi; R. Schöni, Amstutz, Abegg; M. Schöni, Ming, Eronen; Von Rotz, Kainulainen, Zurmühle.

Bemerkungen: Mittelland ohne Niggli (Militär) und Schneeberger (krank). Samuel Schneiter (Mittelland) und Christof Ming (Sarnen) als beste Spieler ihrer Teams ausgezeichnet.

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