Rudern
Dieser junge Aargauer Ruderer gewinnt die Silbermedaille

An den Schweizer Meisterschaften setzten die Athleten im Einer vom Aargauer Ruderverband Akzente. Allen voran Daniel Wiederkehr vom RC Baden.

Adrian Knaup
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Daniel Wiederkehr: Am Rotsee mit Silber dekoriert. zvg

Daniel Wiederkehr: Am Rotsee mit Silber dekoriert. zvg

Es wäre das Traumbild gewesen für den letztes Jahr neu gegründeten Aargauer Ruderverband: Im Einerfinale der Leichtgewichte stehen die Ruderer aus den drei Aargauer Ruderclubs auf dem Medaillenpodest.

Erstmals seit der Gründung des kantonalen Dachverbands starteten an der Schweizer Meisterschaft auf dem Rotsee je ein Ruder aus jedem Club in einem Rennen: Philipp Oeggerli (RC Aarburg), Manuel Suter (RC Hallwilersee) und Daniel Wiederkehr (RC Baden).

Alle drei entstammen der gleichen Sportlergeneration und rudern seit knapp 10 Jahren, in denen sie es bis zu internationalen Erfolgen brachten. Am weitesten schaffte es Daniel Wiederkehr: 2011 gewann er die Bronzemedaille an der U23-WM.

Oeggerli verpasst den Final

Zum Traumfinale kam es dann nicht. Im Vorlauf vom Samstag musste vor allem Oeggerli hart kämpfen und verpasste den Final-Einzug um sieben Zehntelsekunden. Besser mithalten konnte Suter, der sich wegen Rückenproblemen nicht optimal auf die SM vorbereiten konnte.

Erwartungsgemäss kämpfte Wiederkehr mit seinem Nationalmannschafts-Kollegen Luca Fabian aus Basel um den Meistertitel.

Gut vorbereitet von seinem Trainer (Ex-Spitzenruderer Stephan Steiner) griff Wiederkehr während des gesamten Rennens an und versuchte den üblicherweise schnelleren Gegner zu überrumpeln.

Dieser hatte mit einem Blitzstart einen Vorsprung herausgerudert, den Wiederkehr zwar noch leicht verkürzen, aber nicht mehr aufholen konnte. Im Ziel landete Suter auf Rang 4, Wiederkehr gewann die Silbermedaille.

Im Juni hatte der Schweizer Ruderverband Daniel Wiederkehr als Ersatzmann für die WM in Korea nachselektioniert. Beim derzeit starken Schweizer Leichtgewichts-Kader reichte es für den Badener noch nicht für einen festen Platz in einem der Boote.

Der SRV möchte dennoch nicht auf den hoffnungsvollen Ruderer verzichten, dessen Stärke ist, dass er sowohl im Skullbereich wie auch im Riemenrudern sicher ist. Daniel Wiederkehr bleibt damit im Kontakt mit der nationalen Spitze.

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