Streethockey
Die Seetal Admirals verspielen den Heimvorteil leichtfertig

Im ersten Playoff-Finalmatch der Nationalliga B unterliegen die Admirals dem Team von Worblaufen-Ostermundigen mit 7:10. Damit stehen sie in der Best-of-3-Serie mit dem Rücken zur Wand.

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Impressionene vom Streethockeymatch Seetal - Worblaufen-Ostermundigen
6 Bilder
Seetals Andreas Fey (M.) gegen Gjokaj (9) und Loosli (4)
François Wipf beim Hornussen?
Das 7:2 für die Berner durch Krattinger gegen die Seetaler Ruf (1), Wipf (51) und Holliger
Seetals Roman Holliger (vorn) mit François Wipf gegen Goalie Bigler
Seetal-Coach Coach Markus Leibundgut

Impressionene vom Streethockeymatch Seetal - Worblaufen-Ostermundigen

Otto Lüscher

Gleich sechs Tore schenkten die Gäste dem Heimteam in Lenzburg im zweiten Drittel ein. Für Seetals Captain Andreas Eschmann und sein Team waren es 20 Minuten zum Vergessen. «Sie erzielten mit jedem Schuss ein Tor», musste er konsterniert feststellen. Die Partie schien frühzeitig entschieden. Doch beinahe wäre es zur grossen Überraschung auf der Wilmatten gekommen. Im letzten Drittel zeigten die Seetal Admirals ihren grossen Kampfgeist und schossen sich ihren Frust von der Seele. Bis auf 7:9 kamen sie heran, ehe sie sich selbst mit einer Zeitstrafe stoppten. In der folgenden Unterzahl fiel schliesslich das letzte Tor zum Endstand von 7:10.
Gute Ausgangslage verspielt
Die Niederlage ist ein harter Schlag für die Seetaler und deren Hoffnungen auf den Titel. Denn es wird im Final um die NLB-Meisterschaft in einer Best-of-3-Serie gespielt. Eine weitere Niederlage würde also bereits das Aus für sie bedeuten. Umso bedauerlicher wäre dies, wenn man sich die gute Ausgangslage vor Augen führt: Aufgrund des Heimrechtes hätten zwei Siege an heimischer Stätte zum Meistertitel gereicht. Nach dem verpatzten Startspiel muss nun aber unbedingt ein Vollerfolg in der Ferne erzielt werden, um ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen.
Präsident Beat Samuel Fey gibt sich allerdings weiterhin zuversichtlich: «Wir hatten heute einen schlechten Tag. Ich bin aber überzeugt, dass wir diesen Gegner schlagen können. Dies haben wir ja bereits in der Qualifikation bewiesen.» Zudem dürfte dem Team vor allem das letzte Drittel Mut für die kommende schwierige Aufgabe geben.
Titel als Krönung
Aber auch wenn es mit dem Titel nicht klappen sollte, dürfen die Admirals auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Dank einem grossen, ausgeglichenen Kader sowie einigen Talenten durften sie sich als Sieger der Qualifikation feiern lassen. Doch dies reicht Captain Eschmann nicht: «Ich möchte diesen Final unbedingt gewinnen. Wenn uns das nicht gelingt, war die Qualifikation für nichts.»
Aufsteigen möchten die Seetaler aber nicht. In der höchsten Liga wären Erfolgserlebnisse, wie sie sie oft in dieser Saison erlebten, Mangelware. Lieber spielt man auch in der nächsten Spielzeit eine Liga tiefer wieder vorne mit. Ob die Lenzburger weiterhin vom Meistertitel träumen dürfen, wird sich im nächsten Spiel am kommenden Samstag in Worblaufen zeigen.