Orientierungslauf
Die Hexe stoppt den WM-Plan von Matthias Müller

Am Sonntag hat sich OL-Läufer Matthias Müller für die Sprint-WM in der Stadt Lausanne qualifiziert. Doch das Langdistanzrennen musste er bereits nach fünf Minuten wegen eines akuten Hexenschusses aufgeben.

Rainer Sommerhalder
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Muss Matthias Müller die «Wald-WM» als Zuschauer verfolgen?

Muss Matthias Müller die «Wald-WM» als Zuschauer verfolgen?

rs

Am Sonntag hat sich OL-Läufer Matthias Müller für die Sprint-WM in der Stadt Lausanne qualifiziert. Doch der Aargauer wollte bei den Titelkämpfen auch in einem der drei «Wald-Rennen» antreten – über die Mitteldistanz, die Langdistanz oder in der Staffel. Besser sind die Karten des 28-Jährigen nach den zwei abschliessenden Testläufen und vor der heutigen WM-Selektion nicht geworden.

Über die Mitteldistanz war er nur fünftbester Schweizer (drei Startplätze pro Wettkampf), das Langdistanzrennen musste er bereits nach fünf Minuten wegen eines akuten Hexenschusses aufgeben. «Es ging einfach nicht, die Schmerzen waren zu gross», sagte Müller, der nun noch leise Hoffnungen auf einen Platz in der Staffel hegt.

Seine drei letzten Staffel-Einsätze endeten jeweils mit Medaillen – EM-Gold 2010 und 2012, WM-Bronze 2010. Ohne ihn ging die Schweiz an der WM im Vorjahr leer aus. «Wir haben im Schweizer Team für jedes Rennen eine unglaubliche Konkurrenz. Es liegt jetzt nicht mehr in meinen Händen, aber ich war noch vor keiner WM in der angenehmen Situation, meine Einsätze selber auswählen zu können», sagt der Sprint-Weltmeister von 2010.

Einer, der sich dieses Privileg erkämpft hat, ist Matthias Merz. Der Aarauer siegte im Testlauf über die Langdistanz deutlich und wird nun in Lausanne im Sprint, über die Langdistanz und wohl auch in der Staffel antreten – überall als Medaillenanwärter.

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