1. Liga
Die Argovia Stars ohne die nötige Cleverness

16 von insgesamt 22 Punkten gewannen die Argovia Stars in dieser Saison auf heimischem Eis. Die Chancen waren also intakt, dass das Punktekonto der Aarauer auch im Heimspiel gegen den SC Lyss weiteren Zuwachs erhalten würde.

Fabio Baranzini
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Argovia Stars - Lyss
8 Bilder
Der Aarauer Roman Unterluggauer (hinten) im Angriff.
Ein Lysser wirft sich in den Schuss von Dominik Schlegel (links).
Schuss von Christoph Frei (Argovia Stars).
Thomas Bracher setzt sich gegen drei Lysser durch.
Harter Zweikampf von Boris Neher (hinten) gegen einen Lysser.
Roman Unterluggauer (Argovia Stars) mit Schuss aufs Tor.
Attila Blatter (am Puck) wird von der Lysser Bank beim Angriff beobachtet.

Argovia Stars - Lyss

Fabio Baranzini

Die Argovia Stars erwischten dann auch den klar besseren Start. Sie waren die aktivere Mannschaft, legten die grössere Laufbereitschaft an den Tag und erarbeiteten sich in den ersten Spielminuten ein klares Chancenplus. Neher (3.) und Gisin (5.) scheiterten jedoch aus aussichtsreichster Position. „Wir hätten in dieser Phase unbedingt den Führungstreffer erzielen müssen“, analysierte Sportchef Peter Hofmann.

Die mangelnde Chancenauswertung blieb auch in der Folge das Hauptproblem. Die Lysser ihrerseits wagten sich erst in den letzten Minuten in die Nähe von Stars-Hüter Misko Heimann. Dabei musste dieser gleich drei Mal sein ganzes Können aufbringen, um sein Team vor dem Rückstand zu bewahren. So stand es zur Pause noch immer 0:0, auch wenn die Jungs von Trainer Daniel Meier mehr vom Spiel hatten.

Konzentration hat gefehlt

Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Nun übernahmen die Gäste das Zepter. Nach nur 51 Sekunden traf Jan Krebs (21.) mit einem satten Handgelenkschuss. Auch in der Folge waren die Lysser die tonangebende Mannschaft, während sich die Stars nur wenige Chancen erarbeiten konnten. Und eine Minute vor der Pausensirene liefen sie gleich in einen doppelten Hammer. Zuerst traf Steinegger für die Seeländer und nur 42 Sekunden später konnte Balsiger den Aarauer Schlussmann erneut bezwingen.

Drei Gegentreffer und alle entweder direkt vor oder direkt nach der Pause – ein Konzentrationsproblem? „Ja, das kann man so sagen. In diesen Situationen fehlte uns die Cleverness und wahrscheinlich waren wir mental auch etwas müde nach den harten Spielen gegen Zuchwil und Adelboden“, so Hofmann.

Reaktion kam zu spät

Die Aarauer mussten also – wollten sie in diesem Heimspiel noch was Zählbares holen – in den letzten 20 Minuten den Turbo zünden. Doch das Gegenteil war der Fall. Nach nur 20 Sekunden musste Wälti wegen Haltens auf die Strafbank. Nur mit viel Glück konnten die Stars in Unterzahl das 0:4 verhindern und auch in Vollbesetzung dauerte es lange, bis sie endlich Druck erzeugen konnten. Sieben Minuten vor Schluss traf Wittwer zum 1:3.

Die Stars warfen alles nach vorne und kamen zu Chancen. Doch es wollte kein weiteres Tor mehr fallen. „Wir haben gut gespielt, aber wenn wir das leere Tor nicht treffen, wird es schwer“, bilanzierte Hofmann.

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