Fussball
Der FC Entfelden hat das Double im Visier

Der FC Entfelden, das Team von Trainer Roger Wehrli, besiegt im Halbfinal des Aargauer Cups den FC Suhr mit 4:0. Jetzt greift Entfelden gar nach dem Double.

Andreas Fretz
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FC Entfelden - FC Suhr

Gerold Frei

Solche Momente sind selbst für einen ehemaligen Nationalspieler nicht alltäglich. Mit 4:0 besiegte Roger Wehrlis FC Entfelden gestern den FC Suhr in der Hofstattmatten. Der Cup-Halbfinal zwischen den beiden 2.-Ligisten war das Gigantenduell des Regionalfussballs. Auf der einen Seite der 68-fache Alt-Internationale Roger Wehrli, auf der anderen Seite der zweifache Schweizer Meister und Suhr-Spielertrainer Elvir Melunovic.

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Bereits in der letzten Saison waren die beiden Teams in den Halbfinals aufeinander getroffen, auch damals setzte sich Entfelden auswärts durch und holte nachher den Titel gegen Wettingen. Nun steht der Titelverteidiger erneut im Final, und beim Gedanken daran huscht ein breites Grinsen über Roger Wehrlis Gesicht. «Es gibt für uns nichts Schöneres, als in Schöftland den Titel zu holen.» In der Winterpause der Saison 2007/08 war Wehrli in Schöftland unschön entlassen worden. Sechs Spieler wechselten danach in seinem Schlepptau nach Entfelden. Nun dürfen sie am 2. Juni, am Aargauer Cupfinaltag, zurück an ihre alte Wirkungsstätte. Und dort möglicherweise den Pokal in die Höhe stemmen.

Entfelden greift gar nach dem Double. In der Meisterschaft führt das Team mit vier Punkten Vorsprung. Suhr, auf Platz 5 liegend, ist in der Liga seit 12 Spielen ungeschlagen. Doch im Halbfinal war die Melunovic-Elf chancenlos. «Wir spielten in der ersten Halbzeit sehr gut», sagte Melunovic zwar zu Recht, doch das 1:0 durch Ahmetaj unmittelbar vor der Pause fiel zum ungünstigsten Zeitpunkt. Danach zeigte Entfelden eine Gala. Dejan Stankovic erhöhte mit einem Traumschuss auf 2:0 (65. Minute), Ivan Arias Lopez nutzte seine dritte Grosschance zum 3:0 (69.) und der eingewechselte Dardan Gashi erzielte mit seiner ersten Ballberührung das 4:0 (88.).

«Der Cup ist eine Kopfsache»

«Der Cup ist eine Kopfsache», sagte Melunovic, «unsere Equipe ist noch jung, Entfelden verfügt als Titelverteidiger über viel Selbstvertrauen. Das haben wir zu spüren bekommen.» Im Final trifft Entfelden auf einen Drittligisten. Heute (20.15) bestreiten Othmarsingen und Baden II ihren Halbfinal. Falls Baden gewinnt, wäre es für Wehrli ein perfekter Cupfinal: An alter Wirkungsstätte – gegen einen seiner Ex-Vereine. Was will man mehr, selbst als 68-facher Nationalspieler...

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