Schwimmen
David Karasek: Trotz Silbermedaille ist die WM-Teilnahme nicht gesichert

Die beiden Aargauer Schwimmstars David Karasek und Yannick Käser räumen an der Schweizermeisterschaft in Genf ab und holen insgesamt zehn Podestplätze heraus. Ausserdem lösen sie das Ticket für die Universiade im Juli.

Carla Stampfli
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Sechs Podestplätze: David Karasek glänzt an den Schweizermeisterschaften in Genf. Keystone

Sechs Podestplätze: David Karasek glänzt an den Schweizermeisterschaften in Genf. Keystone

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Die olympischen Ringe zieren die Schulterblätter der beiden Aargauer Schwimmer. Freistil- und Vierlagenspezialist David Karasek trägt sie auf dem linken, Brustschwimmer Yannick Käser auf dem rechten.

Das Symbol soll aber nicht nur an die Olympiade von London erinnern, sondern auch für die nächsten Spiele in Rio motivieren. Um ihrem Ziel ein Stück näher zu kommen, haben Karasek und Käser Madrid beziehungsweise Virginia gewählt.

WM-Qualifikation verfehlt

In den Einzelrennen holte sich Yannick Käser zwei Gold- und eine Silbermedaille und erreichte die Limite für die Universiade. Die WM-Qualifikation in seiner Paradedisziplin, den 200 Metern Brust, verfehlte er.

«Von der Zeit her war ich ziemlich enttäuscht. Die Form stimmte nicht ganz», bilanziert der 20-Jährige. Zwar sei das Gefühl am Tag darauf über die halbe Distanz besser gewesen, trotzdem haben ihm das Gleiten und die Fähigkeit, den Widerstand optimal zu reduzieren, gefehlt.

Trainingspartner spornen sich gegenseitig an

Obwohl sich Käser anfangs noch an die neue Umgebung gewöhnen musste, hat er sich mittlerweile eingelebt. «Wir sind eine starke Mannschaft und ich habe gute Trainingspartner», sagt der Brustspezialist.

Die Schwimmer spornen sich gegenseitig an, die Motivation ist gross. Unerlässliche Faktoren, wenn harte Trainings auf dem Programm stehen: «Wir schwimmen zwar weniger Kilometer, doch wir machen viel mehr Stehvermögen. Das ist ziemlich intensiv.»

Intensive Trainingsmethoden

Trainingsmethoden, mit denen David Karasek auch zuerst vertraut werden musste, als er vor vier Jahren an derselben Universität sein Studium begann. Seit diesem Herbst absolviert der 25-Jährige an der Business School in Madrid einen Master.

Obschon er zurzeit nur vier bis fünf Schwimmeinheiten bestreiten kann, erreichte der Finance-Student über 200 Meter Freistil die WM- und Universiade-Limite und platzierte sich hinter Dominik Meichtry.

Damit er aber als zweiter Schweizer an der WM im Sommer starten könnte, müssen beide die strengere Limite des Weltverbands erfüllen. «Wenn ich diese nicht mehr erreiche, dann will ich an der Universiade anfangs Juli unter die Top 3», sagt der 25-Jährige.

USA Aufenthalt war Gold wert

Gestern Montag sind die beiden wieder nach Spanien und in die USA gereist. Doch bereits dieses Wochenende wird Karasek für die Vereinsmeisterschaft in Uster im Einsatz sein und sich dann in Madrid auf die Masterarbeit im Juni vorbereiten.

Käser hingegen, wird erst anfangs Mai in die Schweiz zurückkehren, und an der Mare-Nostrum-Tour die letzte Gelegenheit nutzen, ein WM-Ticket zu lösen.

Dirk Reinecke - der die Aargauer bei den Limmat Sharks trainiert - hofft, dass sich der USA-Aufenthalt bei Käser ebenfalls positiv auswirkt: «David brachte eine gute Basis aus Amerika mit. Das war für ihn Gold wert.» Gold wert soll es nun auch für Käser werden, damit beide spätestens in Rio mit ihren Leistungen glänzen können.

Silvana Huber holt Silber

An den SM gewann die Rupperswilerin Silvana Huber vom Schwimmklub Aarefisch über 50m Brust mit neuem Aargauer Rekord hinter Corinne Meier Silber. Die Zeit (33,3) ist die neuntschnellste Leistung aller Zeiten in der Schweiz.

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