Challenge League
Nach Flirt mit der Bundesliga: Supertalent Schwegler verlängert langfristig beim FC Aarau

Im Sommer stand ein Wechsel zum SC Freiburg im Raum, doch Eigengewächs Silvan Schwegler entschied sich gegen die Bundesliga und für den FC Aarau. Nun die Vertragsverlängerung und die Frage: Kommt der Junioren-Nationalspieler wieder öfter zum Einsatz?

Sebastian Wendel
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Der Oftringer Mittelfeldspieler Silvan Schwegler gilt als grosses Zukunftsversprechen.

Der Oftringer Mittelfeldspieler Silvan Schwegler gilt als grosses Zukunftsversprechen.

Claudio Thoma / freshfocus

Silvan Schwegler kam seit Saisonbeginn zwar in neun von zehn Ligaspielen zum Einsatz, doch nur einmal länger als eine halbe Stunde: Beim 2:4 auswärts gegen Xamax stand der Mittelfeldspieler auch das bislang einzige Mal in der Startelf. Sicher keine befriedigende Bilanz in Anbetracht dessen, dass im Sommer der Bundesliga-Klub Freiburg Schwegler Annoncen machte, der Oftringer sich aber für einen Verbleib in der Challenge League entschied.

Hauptgrund für die wenigen Spielminuten seit dem Freiburg-Flirt dürften nicht etwa dieser selbst, sondern die hohen Ziele des FCA sein: Ende Saison wollen die Verantwortlichen in die Super League aufsteigen, dafür muss die Mannschaft in jedem Spiel auf Topniveau performen - Zeit und Raum, blutjunge Spieler wie Schwegler (18) an einen Stammplatz heranzuführen, bleiben da kaum übrig. Und im zentralen Mittelfeld ist das Dichte an Spielern mit Stammplatz-Ambitionen (Jäckle, Bunjaku, Njie, Rrudhani, Schneider, Schwegler) besonders gross.

Vertrag bis 2025 - so lange wie kein anderer FCA-Spieler

Trotzdem ist man sich im FCA bewusst, mit dem U19-Nationalspieler ein Juwel in den eigenen Reihen zu haben - und bot ihm deswegen nach dem nicht zustande gekommenen Wechsel in die Bundesliga eine Verlängerung des ursprünglich im Sommer 2022 auslaufenden Vertrags an. Einig sind sich die Parteien schon länger, daran änderten auch die Interessensbekundungen einiger Super-League-Klubs nichts mehr, so dass es in dieser Woche nun zur Unterschrift kam: Schwegler ist ab sofort bis 2025 an den FCA gebunden, so lang wie kein anderer Spieler im Kader.

Intern schwärmen sie im Brügglifeld schon lange von Schwegler, die Öffentlichkeit indes hat erstmals im Frühling dieses Jahres vom Talent des zentralen Mittelfeldspielers erfahren: Gleich zehn Mal stand er in der Rückrunde der vergangenen Saison in der Startelf und zeigte mehrheitlich starke und für einen (damals) 17-Jährigen erstaunlich reife Leistungen.

Wer weiss, vielleicht hat die hängige Vertragsverlängerung Schwegler mental leicht belastet und er kann jetzt, wo alles geklärt ist, wieder befreit aufspielen und sich bei Trainer Stephan Keller für mehr Einsatzzeit aufdrängen. Klar ist: Sollte Schwegler in mittelfristiger Zukunft das Versprechen, das er mit seinen Darbietungen im Frühling abgegeben hat, einlösen, wird er für den FCA kaum bis 2025 zu halten sein - dafür aber mit einem frühzeitigen Abgang für eine satte Ablösesumme in die Klubkassen sorgen.

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